Neuzugänge prägen 2006 Ostbörsen

22. März 2006, 16:08
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Weniger IPOs in Polen, Türkei holt auf

Wien - Das Jahr 2005 war in Osteuropa geprägt von Börsengängen und Kapitalerhöhungen. 87 Transaktionen mit einem Gesamtvolumen von 12,7 Mrd. US-Dollar wurden durchgeführt. Polen führt mit rund 40 Transaktionen die Statistik an.

Auch das laufende Jahr wird von Kapitalmarkt-Transaktionen geprägt sein, glaubt Mark Robinson von der Creditanstalt-Investmentbank (CA-IB). Über 80 Börsengänge und Kapitalerhöhungen stehen in Osteuropa an. Vor allem in den Bereichen Energie und Telekom werden verstärkt Aktivitäten erwartet. Etwa 28,5 Mrd. US-Dollar sollen insgesamt 2006 erlöst werden.

Big Deal in Russland

Der Markt werde vor allem gespannt auf Russland blicken, wo heuer knapp über 20 Börsengänge anstehen. Allein das IPO des russischen Ölkonzerns Rosneft soll ein Volumen von 20 Mrd. Dollar haben. Dies wäre der größte Börsengang aller Zeiten. Mit dem Emissionserlös will der drittgrößte Ölkonzern des Landes seine Position ausbauen, weiterwachsen und seine Schulden abtragen. Weiters auf der IPO-Liste stehen Sviazinvest und die zwei Banken Vneshtorgbank und Gazprombank. Im Vorjahr hat Russland rund 15 Kapitalmarkt-Transaktionen durchgeführt.

Der IPO-Ausblick für Polen sei laut CA-IB im Vergleich zu den vergangenen Jahren recht trüb. Rund 20 Deals seien heuer geplant. Als Hauptgrund für diesen Rückgang gelte die neue Regierung.

Die Türkei hole jedoch stark auf und liege im Outlook, gemessen an der Anzahl der Aktivitäten, auf Platz drei. (Bettina Pfluger, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 27.2.2006)

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