Volkswagen-Manager kämpfen um Macht

15. März 2006, 09:15
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Audi-Chef Winterkorn hat offenbar große Pläne: Ende nächsten Jahres könnte er VW-Chef Pischetsrieder beerben

Frankfurt - Der größte europäische Autokonzern VW will sich nicht zu einem Bericht äußern, wonach Vorstandschef Bernd Pischetsrieder im kommenden Jahr von seinem Audi-Kollegen Martin Winterkorn abgelöst werden könnte. "Wir kommentieren solche Spekulationen nicht", sagte ein VW-Sprecher am Samstag. Er wollte auch nicht sagen, ob sich der Aufsichtsrat bald mit dem Thema der Vertragsverlängerung für den Konzernchef befassen werde.

Geheimniskrämerei

Die Zeitung "Welt am Sonntag" hatte unter Berufung auf Informationen aus dem Aufsichtsrat vorab berichtet, Winterkorn als Chef der Konzerntochter Audi bringe sich als möglicher Nachfolger Pischetsrieder ins Gespräch. "Winterkorn macht sich große Hoffnungen darauf, Pischetsrieder als Konzernchef zu beerben", zitierte die Zeitung ein ungenanntes Aufsichtsratsmitglied. Der Aufsichtsrat wolle in seiner nächsten Sitzung Ende April über eine Verlängerung von Pischetsrieders bis Ende April 2007 laufendem Vertrag entscheiden, so der Bericht. Winterkorn selbst habe Ambitionen über einen Wechsel nach Wolfsburg immer wieder zurückgewiesen.

Nach früheren Reuters-Informationen aus Branchenkreisen soll Pischetsrieders Vertrag noch vor der Hauptversammlung im Mai verlängert werden. Der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) hatte im Jänner erklärt, er strebe eine Verlängerung um fünf Jahre an. (Reuters)

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