Vier Tote bei Hubschrauberabsturz über Rebellengebiet

3. März 2006, 10:02
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FARC-Kämpfer töten bei Überfall neun Zivilisten

Bogotá - Bei dem Absturz eines Hubschraubers über Rebellengebiet im Nordwesten Kolumbiens sind alle vier Menschen an Bord, darunter der frühere Präsidentenberater und Parlamentskandidat Pedro Juan Moreno, ums Leben gekommen. Die Behörden betonten, alles weise auf einen Unfall hin, aber der Grund des Absturzes vom Freitag sei noch unklar.

Bei einem Angriff linker FARC-Rebellen auf einen Fahrzeugkonvoi im Südwesten des Landes starben am Samstag neun Reisende. Nach Angaben von Augenzeugen handelte es sich um einen Konvoi, der von Militärs begleitet wurde, die den Angriff jedoch nicht verhindern konnten.

Die marxistischen "Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens" (FARC), die den Staat seit mehr als 40 Jahren bekämpfen, haben ihre Angriffe im Vorfeld der Parlamentswahl im März und der Präsidentenwahl im Mai erheblich verstärkt. Nach Ansicht politischer Beobachter in Bogota wollen sie damit die Sicherheitspolitik von Präsident Alvaro Uribe als Misserfolg erscheinen lassen. Der konservative Uribe setzt im Umgang mit den Rebellen vor allem auf militärische Stärke. Bei der Wahl im Mai sagen ihm Umfragen unter anderem deshalb einen haushohen Sieg voraus. (APA/dpa)

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