Capitals müssen Nachsitzen

2. März 2006, 18:24
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Strafsenat entschied: Umstrittenes Penalty-Schießen der Partie zwischen den Wienern und den Villachern wird wiederholt

Wien - Das Penalty-Schießen der Partie zwischen den Vienna Capitals und dem Villacher SV, das am Freitag durch eine umstrittene Schiedsrichter-Entscheidung zu Gunsten des amtierenden Eishockey-Meisters geendet hatte, wird am Dienstag (19:00 Uhr) in der Albert Schultz-Halle wiederholt. Dies entschied der Strafsenat der Erste Bank Liga unter seinem Vorsitzenden Helmut Gartner am Sonntag. Die reguläre Spielzeit wird mit 4:4 gewertet, womit beide Teams einen Punkt fix haben.

VSV-Goalgetter Bousquet (Rückennummer 54) war in der zweiten Serie des Penaltyschießens beim Stand von 1:2 angetreten und hatte zum Ausgleich getroffen. Da laut VSV-Schützen-Liste aber Günther Lanzinger (Nr. 24) vorgesehen war, hatte der slowakische Referee Jonak dem Tor die Anerkennung versagt und die Gastgeber damit zum Sieger gemacht. Die Kärntner legten daraufhin Protest ein. Der Strafsenat beschritt mit seiner Entscheidung Neuland, da ein solcher Fall weder national noch international genau geregelt ist.

"Es gab eine Kette von Fehlern", erklärte Gartner gegenüber der APA - Austria Presse Agentur und führte zur Begründung der Entscheidung näher aus: "Der zuständige Linesman hat sich entgegen der Regel die Rückennummern der Schützen diktieren lassen. Gemäß Regulativ muss der Trainer selbst Rückennummern und (!) Namen notieren. Dann ist Bousquet und nicht der notierte Lanzinger angelaufen - da hätte das Kampfgericht eingreifen und den Schiedsrichter darauf aufmerksam machen können. Und schließlich wäre es meiner Ansicht nach richtig gewesen, wenn der Referee den Penalty hätte wiederholen lassen." (APA)

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