Hongkong: Moslems demonstrieren gegen Karikaturen

1. März 2006, 12:15
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"Gespött ist kein Humor"

Hongkong - Mehr als 1.000 Moslems haben am Sonntag in Hongkong gegen die umstrittenen Mohammed-Karikaturen protestiert und internationale Gesetze zum Schutz der Religion vor Spott gefordert. "Gespött ist kein Humor" und "Wir wollen Frieden, drangsaliert uns nicht", stand auf Plakaten der Demonstranten. Es war das zweite Mal innerhalb von zehn Tagen, dass sich Moslems der Stadt zu friedlichen Demonstrationen versammelten. Normalerweise treten sie dort kaum an die Öffentlichkeit.

Die Organisatoren erklärten, die Karikaturen hätten sie verärgert. Auf den Zeichnungen, auf denen unter anderem der Prophet Mohammed mit einer Bombe als Turban zu sehen war, erschienen bereits im vergangenen Jahr in Dänemark. Viele europäische Zeitungen haben sie seit Ausbruch der Kontroverse in der jüngsten Zeit nachgedruckt.

UNO soll eingreifen

"Wir lieben unsere Propheten und wir lieben andere Religionen. Warum sollten Menschen unsere Religion hassen?", sagte ein Vertreter ein moslemischen Religion in Hongkong. "Wir wollen, dass die Vereinten Nationen ein weltweit gültiges Gesetz schafft, das sicherstellt, das keine Religion verhöhnt wird."

Die Zeichnungen hatten weltweite Proteste und vielerorts auch gewalttätige Ausschreitungen provoziert, bei denen mindestens 50 Menschen ums Leben kamen. (APA/Reuters)

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