Austria kommt über 0:0 nicht hinaus

3. März 2006, 11:42
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Die Überlegenheit gegen Sturm Graz konnte nicht in Tore umgewandelt werden - In der letzte Minute traf Vachousek die Latte

Wien - Tabellenführer Austria Wien hat es am Samstag in der 24. Runde der T-Mobile Fußball-Bundesliga verabsäumt, den Verfolger und Titelkonkurrenten Red Bull Salzburg weiter unter Druck zu setzten. Die Wiener mussten sich im Ernst Happel-Stadion gegen den bereits seit zehn Ligaspielen sieglosen SK Sturm Graz mit einem torlosen Remis zufrieden geben. Die Austria führt damit drei Punkte vor den Salzburgern, die am Sonntag Wacker Tirol empfangen.

Der Leader blieb zwar auch im achten Spiel hintereinander ungeschlagen und ohne Gegentor, die Kreativität der zuletzt fünfmal in Serie siegreichen Wiener ließ bei Minusgraden und leichtem Schneefall aber zu wünschen übrig. Die Austria, bei der zum zweiten Mal hintereinander kein einziger Österreicher in der Anfangsformation stand, verlegte sich zu sehr auf das Spiel in die Breite, anstatt den direkten Weg zum Tor zu suchen.

Die wenigen gefährlichen Torszenen gingen vor der Pause vor allem vom durchsetzungsstarken Slowaken Sebo aus. Mörec rettete in der 2. Minute knapp vor der Linie, nach einer halben Stunde scheiterte die hängende Spitze per Kopfball. Ein Vachousek-Fernschuss (10.) und ein missglückter Mörec-Rückpass (12.) waren für Sturm-Keeper Szamotulski kein Problem. Papac verfehlte in der 39. Minute zudem einen Ceh-Freistoß.

Sturm stellte ohne den aus dem Vertrag ausgetretenen Spielmacher Mujiri nur wenig Gefahr für Austria-Schlussmann Joey Didulica dar, der nun schon seit 741 Minuten ohne Gegentor ist. Zuletzt hatte der Rapidler Marek Kincl den kroatischen Nationaltorhüter am 22. Oktober des Vorjahres im Wiener Derby bezwungen.

Nach der Pause erhöhten die Wiener zwar den Druck, zwingende Torszenen blieben aber weitgehend aus. Ceh fiel im Strafraum, ein Elferpfiff blieb aber aus (76.), ein Linz-Kopfball ging am Tor vorbei (85.). In der Nachspielzeit köpfelte Vachousek die größte Torchance an die Latte. Sturm erreichte damit nach dem Grazer Derby gegen den GAK auch in der zweiten Frühjahrs-Runde ein 0:0.

Die wenigen Fans vertrieben sich das an Höhepunkten arme Spiel unter anderem mit Sprechchören für die "ausgesperrte" Austria-Legende Toni Polster. Der größte Jubel kam in einem nur zu etwas mehr als einem Zehntel gefüllten Happel-Stadion, in dem auch Austria-Mäzen Frank Stronach fror, bezeichnenderweise in der 43. Minute auf - als der Dreifach-Triumph Österreichs im Olympia-Slalom der Herren durchgesagt wurde.(APA)

  • FK Austria Wien - SK Sturm Graz 0:0 Ernst Happel-Stadion, 6.210 Zuschauer, SR Hofmann.

    Austria: Didulica - Troyansky (79. Kiesenebner), Tokic, Radomski, Papac - Dos Santos (72. Wallner), Blanchard, Vachousek - Sebo, Ceh - Rushfeldt (62. Linz)

    Sturm: Szamotulski - Krammer, Mörec, Verlaat, Sarac - Filipovic, Neukirchner, Ledwon, Salmutter, Leitgeb - Rabihou

    Gelbe Karten: Sebo, Papac bzw. Leitgeb, Salmutter, Rabihou, Neukirchner

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