Anwalt widerspricht Altmann bezüglich Fristverlängerung

10. Juli 2006, 11:46
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Schoenberg hält es für durchaus möglich, dass Erben nächste Woche entscheiden, die Bilder aus Österreich wegbringen zu lassen

Los Angeles/Wien - Der Anwalt von Maria Altmann, E. Randol Schoenberg, hat gegenüber der APA Altmanns Aussagen widersprochen, dass die Klimt-Bilder bis Ende März in Österreich bleiben sollen. Es habe keine derartige Entscheidung der Erben gegeben. Vielmehr sei es "durchaus möglich, dass die Erben nächste Woche entscheiden, dass es Zeit ist", die Bilder aus Österreich zu entfernen, so Schoenberg, der am Montag für Verhandlungen zum verbleibenden Klimt-Bild "Amalie Zuckerkandl" nach Österreich kommen wird.

Für etwaige österreichische Interessenten wäre ein Abtransport der Gemälde aus Österreich jedoch nicht unbedingt gleichbedeutend mit dem Ende der Ankaufmöglichkeit. Bis die endgültige Entscheidung gefallen ist, was mit den Gemälden passiert, stehe es "jedem frei, Vorschläge zu machen".

Gespräche könnten weiter geführt werden

Gespräche über u. a. den Ankauf eines oder mehrerer Gemälde seien unabhängig vom Aufenthaltsort der Gemälde und könnten "weitergeführt werden egal wo die Bilder sind", so Schoenberg. Man führe mit verschiedenen Institutionen und Einzelpersonen "Diskussionen" über die Zukunft der Bilder. Der Anwalt halte es für "möglich", dass die Bildern etwa in einer Ausstellung zu sehen sind, während gleichzeitig Gespräche weitergeführt werden.

Bloch-Bauer-Erbin Maria Altmann hatte gegenüber der APA gesagt, dass die Gemälde auf Betreiben insbesondere der Teilerbin Nelly Auersperg bis Ende März in Österreich verbleiben würden. (APA)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Laut Anwalt Schoenberg könnte Maria Altmann die Klimtbilder bereits demnächst aus Österreich holen.

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