Softwarekonzern fühlt sich schlecht behandelt

10. März 2006, 16:53
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Die EU-Kommission im Kreuzfeuer der Kritik - Auflagen sollen erfüllt worden sein

Der Softwarekonzern Microsoft meldet sich im Kartellverfahren mit der EU zu Wort. Die Redmonder sehen sich von der EU-Kommission ungerecht behandelt, und haben nun auf einer Webseite ihre Sicht der Dinge ("Microsoft’s Response to the European Commission") offenbart.

Forderungen erfüllt

Aus Sicht von Microsoft wurden alle Forderungen der EU-Kommission erfüllt. Weitere Sanktionen oder Strafen seien daher ungerechtfertigt. Microsoft spricht unter anderem davon, dass die Verantwortlichen wichtige Beweise ignoriert hätten, und zudem auch immer alle geforderten Änderungen durchgeführt worden wären.

Dokumentation

Hunderte Microsoft-Mitarbeiter hätten über 30.000 Stunden gearbeitet und eine detaillierte Dokumentation von mehr als 12.000 Seiten erarbeitet, die nun für Lizenznehmer zur Verfügung stehen würde. Auch den Quelltext für alle relevanten Technologien habe man angeboten, so Microsoft. Auch zwei Gutachten hat Microsoft veröffentlicht, die die Argumente des Softwarekonzerns stützen sollen.

Office-Klage

Damit ist der Ball wieder bei der EU-Kommission. Diese hat moralische Unterstützung von der FSFE enthalten. Der Interessensverband meint, dass Microsoft die EU-Auflagen nie erfüllen wollte. Und auch die Klage von IBM , Nokia und Oracle wegen Office scheint das Kapitel EU vs. Microsoft nicht unbedingt schneller zu beenden.(red)

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