Billiger werben im öffentlichen Raum

26. Februar 2006, 07:00
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KMU geben sich oft konservativ, wenn es um Werbung geht - Hier ein paar Tipps abseits der breit getrampelten Werbewege

Internet und Snailmail sind jene Werbeformen, die von KMU am meisten genutzt werden. Formen der Außenwerbung kommen hingegen oft zu kurz - meistens aus Kostengründen. Dabei gibt es auch in diesem Sektor Werbeformen, die in ihrer Kosten-Nutzen-Wirkung gut aussteigen.

Zur Außenwerbung zählen alle Botschaften, die im öffentlichen Raum transportiert werden. Beispiele sind Plakate und City-Light-Poster (an Bus- und Bim-Haltestellen etwa). Schon in diesem Segment gibt es große Preisunterschiede: Während bei großflächigen Plakaten vor allem die Herstellungskosten bei klein bemessenen Marketingbudgets schwer zu Buche schlagen werden, sind Litfasssäulen-Anbringungen schon relativ erschwinglich.

Werbeort WC

Bei allen Plakaten bestimmt der Ort den Wert. Häufig frequentierte Plätze sind schon einmal ein guter Anfang - ob sie auch hohe Wirkung erzielen werden, hängt davon ab, ob die Menschen auch in der Lage sind, die Botschaft aufzunehmen. Besonders gut steigen hier etwa das Klo-Plakat - manche Lokale bieten die Innentüren der Toiletten als Werbefläche an - aus: Hier gibt es keine Gespräche, die von der Werbebotschaft ablenken. Aber auch Haltestellen an Knotenpunkten bieten eine hohe Wahrnehmung.

Relativ kostengünstig, aber effektiv sind auch Werbeflächen auf Lkws, Bussen oder Autos. Das können Fahrzeuge aus dem eigenen Fuhrpark sein, aber auch Kleinbusse: Vor allem KMU in ländlichen Gebieten können auf diese Weise hohe Wiedererkennungswerte erzielen.

Free Cards

Die Platzierungs-Entscheidung richtet sich freilich nicht nur nach der BesucherInnenfrequenz, sondern auch nach der Art der Zielgruppe. Ist beispielsweise junges, urbanes Publikum das Ziel der Kampagne, können Free Cards in bestimmten Lokalen hohe Reichweiten bringen. Große Konzerne wie Möbelfirmen oder Brauereien haben das längst erkannt - KMU müssen da erst vorpreschen. Das Design ist hier alles - auf der Rückseite reichen wenige, prägnante Informationen, um die Effektivität zu steigern.

Immer noch zu wenig genutzt werden Werbeflächen in andere Geschäftslokalen. Warum nicht einen Werbetausch abschließen? So kann beispielsweise ein Plattenladen Programme verschiedener Konzertlokale auflegen, um im Gegenzug an deren Bar/Kartenständer/WC oder Innenwand für sich zu werben. (red)

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    foto: standard/christian fischer
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