UN-Spitzenvertreter fordern Hilfe für Kongo, Burundi und Ruanda

1. März 2006, 12:31
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Hilfe für Millionen von Flüchtlingen und Rückkehrer notwendig

Berlin - Die Chefs der drei größten humanitären UN-Organisationen reisen am kommenden Sonntag in die afrikanische Region der Großen Seen, um auf die äußerst kritische humanitäre Situation in dem riesigen Gebiet aufmerksam zu machen. UN-Flüchtlingskommissar António Guterres, die Direktorin des UN-Kinderhilfswerks (UNICEF) Ann M. Veneman und James Morris, Direktor des Welternährungsprogramms (WFP) werden unter anderem die Präsidenten der drei Staaten und Vertreter der Geberländer treffen. In der Demokratischen Republik Kongo, Burundi und Ruanda leben Millionen von Flüchtlingen, Binnenvertriebenen und Rückkehrern unter dramatischen Bedingungen.

"Die Region der Großen Seen steht im Jahr 2006 am Scheideweg. In der Demokratischen Republik Kongo sind für Ende Juni Wahlen geplant, und in Burundi wurde im August vergangenen Jahres gewählt. Aber die politischen Fortschritte müssen dringend durch umfassende humanitäre Unterstützung ergänzt werden", erklärten Guterres, Veneman und Morris am Freitag. UNHCR, UNICEF und WFP hätten jedoch für die Arbeit in der Region keine ausreichenden Finanzmittel. Die Region erholt sich gerade von einer Reihe von Konflikten, die in den 90er Jahren Millionen von Menschen zur Flucht zwang. Im Osten der Demokratischen Republik Kongo kommt es darüber hinaus weiterhin zu Vertreibungen. (APA)

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