Olympia 2012: Fachhochschule Steyr macht Konzept für "Müllabfuhr"

1. März 2006, 08:59
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Studenten wollen die Londoner U-Bahn als Müllabfuhr einsetzen

Steyr - Ein Müllentsorgungskonzept für die Olympischen Sommerspiele 2012 in London haben Studenten der Fachhochschule Steyr erstellt. Nach dem Großereignis wird ein gigantischer Abfallberg von 203.000 Tonnen zurückbleiben, so die Schätzung, die dem Projekt zu Grunde liegt. Die Studenten wollen die U-Bahn als Müllabfuhr einsetzen, um den "sportlichen Misthaufen" über Nacht schrumpfen zu lassen. In der britischen Hauptstadt zeigt man sich von der Idee beeindruckt.

Acht-Millionen-Metropole

Gemeinsam mit Kollegen ihrer englischen Partneruniversität Greenwich tüftelten die Teilnehmer des Studiengangs "Produktion und Management" an einer Lösung, um das zu erwartende Abfallproblem zu lösen. Da die Müllwagen in engen, verstopften Straßen der Acht-Millionen-Metropole schon an normalen Tagen kaum durchkommen, entstand die Idee, das Problem im Untergrund zu bewältigen. Die Londoner U-Bahn soll die Abfälle in der Nacht abtransportieren. Auch der Wasserweg könnte für die Entsorgung genutzt werden.

Als Begleitmaßnahme haben die Studenten zudem ein Müllvermeidungskonzept entwickelt. Bei der Verpflegung der erwarteten neun Millionen Sportfans soll so wenig Verpackungsmaterial wie möglich zum Einsatz kommen. Neben den gezielten Vorschlägen für Olympia wurden konkrete Pläne für eine langfristige Verbesserung der Entsorgungssituation in London erstellt. Die Studierenden haben die Routenplanung für die Müllabfuhr optimiert und einen neuen, verkehrstechnisch günstigeren Standort für die Entsorgung und Aufbereitung vorgeschlagen. (APA)

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