Kartellwächter genehmigen Medicur-Einstieg bei ORS

13. März 2006, 15:26
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Bewilligung an einige Auflagen gebunden

Die ORF-Tochter ORS (Österreichische Rundfunksender GmbH) hat nach der Erteilung der Multiplex-Lizenz eine weitere gute Nachricht ereilt. Die Kartellbehörden haben keine Einwände gegen den 40-Prozent-Einstieg der Raiffeisen-Holding Medicur bei der ORF-Tochter. Dies teilte das Oberlandesgericht Wien als Kartellgericht am Freitag im Amtsblatt der "Wiener Zeitung" mit.

Auflagen

Die Bewilligung ist indes an einige Auflagen gebunden: Die ORS darf selbst nicht Rundfunkveranstalter sein, der elektronische Programm-Guide (EPG) darf nicht von einem Medienunternehmen besorgt werden. Dies solle vor allem Bedenken des Kartellrichter, "dass die Printmarktmacht von Raiffeisen nicht auch auf die elektronischen Medien durchschlägt", ausräumen, so ORS-Geschäftsführer Michael Wagenhofer zur APA.

Allerdings gehe es ohnehin vor allem um die technische Realisierung. "Im Prinzip wird das keine meinungsbildende Kraft, sondern schlicht die Wiedergabe von Programminhalten, die uns die einzelnen Sender schicken." Auch die Vermarktung von möglichen Werbeflächen in diesem EPG ist diskriminierungsfrei durchzuführen, so eine weitere Auflage. (APA)

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