OÖ: Europa-Premiere für Erdgas-Solar-Wärmepumpe

7. März 2006, 20:02
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Kombination von Gas-Brennwerttechnik und Sonne steigert Effizienz auf 135 Prozent - 30 bis 40 Prozent geringere Gasheizkosten

Linz - Eine neuentwickelte Heiztechnologie feiert in Engerwitzdorf in Oberösterreich ihre Europa-Premiere. Der offizielle Startschuss zum europaweit ersten Feldversuch einer Erdgas-Solar-Wärmepumpen-Heizung fiel dort in einem Musterhaus. Das innovative Pilotprojekt soll Erkenntnisse für die Serienfertigung dieser effizienten Heiztechnik bringen. Durch die neue Technologie lasse sich der Nutzungsgrad der Gas-Brennwerttechnik von derzeit rund 106 auf 135 Prozent steigern, erläuterte Harald Auzinger, Vertriebsleiter des Heiztechnikunternehmens Vaillant mit Sitz in Wien.

Bei der neuen Heiztechnik wird auf den keramischen Werkstoff Zeolith (Aluminium-, Silizium-Oxid) gesetzt. "Der Stoff ist auch in Waschmitteln enthalten", sagte der Vaillant-Manager. Das Material, das in der neuen Anlage in zwei Vakuum-Zylindern zum Einsatz kommt, erhitzt sich durch Befeuchten auf 150 Grad Celsius. Während in einem Zylinder das Zeolith mittels Gasflamme getrocknet wird, wird im zweiten Behälter kondensiertes Wasser zugeführt, das aus dem Sonnenkollektor kommt. Im Gegensatz zur Wärmepumpenheizung benötigt dieser Prozess kaum Strom und läuft mit Gas. Ein Erdwärmekollektor ist bei dieser Technik nicht notwendig. Im Sommer wird das Warmwasser durch den Sonnenkollektor geheizt.

Kosten noch nicht bekannt

Die Kosten für eine Erdgas-Solar-Wärmepumpe, die voraussichtlich ab nächstem Jahr angeboten wird, lassen sich laut Auzinger noch nicht genau beziffern, sollen aber im Bereich einer Wärmepumpen-Heizung liegen. Dem oberösterreichische Erdgasversorger erdgas oö. geht es als einem der Schirmherren dieses Feldversuchs darum, "unseren Kunden fortschrittliche Technologie zur Verfügung zu stellen".

"Gerade Erdgas besticht durch seine effizienten Einsatzmöglichkeiten", so Klaus Dorninger, Geschäftsführer der erdgas oö. Die Erdgas-Solar-Wärmepumpe ermögliche 30 bis 40 Prozent Energie-Einsparung und somit geringere Heizkosten.

Die neue Heizanlage wurde in ein Niedrigenergie-Einfamilienhaus der Firma Alpine Mayreder mit Sitz in Salzburg-Wals integriert. "Für unsere Kunden wird eine umweltfreundliche, kostengünstige Heiztechnik immer wichtiger", sagte Alpine Mayreder-Prokurist Michael Frenes. (APA)

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