Kärntner Sparkasse steigert Jahresgewinn 2005

22. März 2006, 09:44
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3,4 Milliarden Euro Bilanzsumme - Slowenien-Geschäft weit über Plan - Expansion in Italien auf der Agenda

Klagenfurt - Die Kärntner Sparkasse verbuchte im Geschäftsjahr 2005 einen Gewinn nach Steuern von 19,5 (2004: 14,8) Millionen Euro, das ist eine Steigerung von 31,5 Prozent. Die Bilanzsumme stieg laut dem vorläufigen Ergebnis von 3,04 auf 3,4 Milliarden Euro (plus 12,5 Prozent). Besonders zufrieden ist man im Konzern mit dem Geschäft in Slowenien, das weit über Plan gewachsen ist. Für 2006 ist eine Expansion in Norditalien geplant.

Deutliche Zunahme der Kundenzahl

Vorstandsdirektor Alois Hochegger sprach von einem "sehr sehr guten Ergebnis". Vor allem im Wertpapierbereich habe man Steigerungen von an die 20 Prozent erzielt. Erstmals seit längerer Zeit habe es auch wieder deutliche Zuwächse bei der Zahl der Kunden gegeben. Der Anstieg von 26.000 Kunden auf nunmehr 170.000 ist überwiegend auf das Wachstum in Slowenien zurückzuführen, wo man im vergangenen Jahr den Vollbetrieb aufgenommen hat. Die Filialen im südlichen Nachbarland trugen zur Gesamtbilanz bereits 700 Millionen Euro bei, deutlich mehr als erwartet.

Unternehmen nehmen wieder mehr Kredite auf

Auffallend in den Kennzahlen 2005 war laut Hochegger die Tatsache, dass die Kredite an Unternehmen wieder deutlich stärker gewachsen sind. "Das deutet doch auf eine wirtschaftliche Belebung hin." Stark gestiegen sind aber auch die Risikovorsorgen im Kreditgeschäft - von 12,1 auf 14,9 Millionen Euro. Hochegger: "Das hat aber nicht mit einer wirtschaftlichen Schwächung zu tun, sondern ist die Umsetzung der Basel-Zwei-Richtlinien." Sei etwa eine Grundstücksbesicherung bisher mit 80 Prozent des Wertes in der Bilanz gestanden, so liege sie nunmehr nur noch bei 60 Prozent. "Da entstehen größere Blanko-Werte, die sich in der Vorsorge niederschlagen." In Summe sei der Anteil der Risikokunden am Gesamtvolumen mit etwa 3 Prozent anzunehmen, sagte der Vorstandsdirektor.

Neueröffnung in Udine

Im Ausblick auf die Pläne des Geldinstituts für 2006 kündigte Vorstand Karl Nedwed an, man werde noch in diesem Jahr in Udine in der italienischen Provinz Friaul eine Filiale eröffnen. Diese soll als Headquarter für eine Expansion in diesem Raum dienen, weitere Filialen in Triest, Treviso und Mestre sollen folgen. Wie im vergangenen Jahr will man auch heuer etwa 17 Millionen Euro investieren. Durch die hohen Anfangsinvestitionen in Slowenien im vergangenen Jahr hat sich die Cost Income Ratio (CIR) 2005 etwas verschlechtert (von 69,4 auf 70,9 Prozent), laut Hochegger wird sich dies aber wieder verbessern, da die Beiträge aus Slowenien zum Gesamtergebnis sich ständig verbesserten. (APA)

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