Frankreich verlängert Übergangsfristen teilweise

6. März 2006, 15:58
posten

Unter den Bereichen, die geöffnet werden, könnten sich neben dem Gastgewerbe auch der Bausektor befinden

Paris - Frankreich wird die Übergangsfristen für Arbeitnehmer aus den neuen Mitgliedstaaten zwar grundsätzlich verlängern, allerdings nur in bestimmten Sektoren. Unter den Bereichen, die geöffnet werden, könnten sich neben dem Gastgewerbe auch der Bausektor befinden, heißt es aus informierten Kreisen in Paris. Die Entscheidung wird voraussichtlich Mitte März bei einer Ministersitzung zu Europafragen fallen.

Frankreich muss so wie alle anderen EU-Mitgliedstaaten bis Ende April nach Brüssel melden, ob die in den Beitrittsverträgen vereinbarten Übergangsfristen um weitere 3 Jahre verlängert werden. Abgesehen von Großbritannien, Irland und Schweden, die ihre Arbeitsmärkte für die Erweiterungsländer sofort ab Mai 2004 geöffnet haben, haben bisher nur Finnland und Spanien signalisiert, dass sie die Übergangsfristen nicht verlängern werden.

Keine generelle Öffnung

In den Kreisen heißt es, dass eine generelle Öffnung des französischen Arbeitsmarktes, trotz einer gewissen Entspannung, politisch nicht machbar sei. Angedeutet wird nun eine selektive Vorgangsweise: "Es wird nicht so weitergehen wie bisher, es wird einen gewissen Fortschritt geben", heißt es in Paris.

Laut jüngst veröffentlichten Studien, können in bestimmten Sektoren - darunter eben Bau- und Gastgewerbe, trotz Arbeitslosigkeit offene Stellen nicht zur Gänze besetzt werden, weil die entsprechenden Fachkräfte fehlen. (APA)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Eine generelle Öffnung des französischen Arbeitsmarktes sei, trotz einer gewissen Entspannung, politisch nicht machbar.

Share if you care.