Nächster Lega Nord-Politiker sorgt für Aufregung

4. März 2006, 17:03
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Justizminister Castelli vergleicht Islam-Fundamentalismus mit Nazismus und sieht die Zivilisation gefährdet

Rom - Wenige Tage nach dem Rücktritt des italienischen Reformministers Roberto Calderoli wegen seiner umstrittenen T-Shirt-Aktion sorgt ein weiterer Minister der rechtspopulistischen Lega Nord wegen seiner Aussagen über den Islam für Aufregung. "Der islamische Fundamentalismus gefährdet unsere Zivilisation wie der Nazismus", sagte der italienische Justizminister Roberto Castelli in einem Radiointerview.

"Wir müssen beschließen, welchen Weg wir beschreiten wollen: jenen der Kapitulation vor den Fundamentalisten, wie die Opposition dies verlangt, oder jenen des Kampfes um unsere Werte, um unsere Freiheit", sagte der Politiker der Lega Nord.

Verteidigung für Kollegen

Castelli verteidigte seinen Parteikollegen Roberto Calderoli. Er sei Opfer einer regelrechten Hetzjagd. "Bevor man Calderoli beschuldigt, Auslöser der Unruhen in Bengasi zu sein, muss man unbestreitbare Beweise vorlegen", so Castelli. Seiner Ansicht nach seien die Tumulte gerade vor dem italienischen Konsulat der libyschen Stadt ausgebrochen, weil es sich um die einzige ausländische Vertretung in Bengasi handelt.

Der Minister, der Außenminister Gianfranco Fini wegen dessen Angriffs auf Calderoli scharf kritisiert hatte, versicherte, dass sich diesbezüglich alles geklärt habe. "Mit Fini haben wir alle Missverständnisse aus dem Weg geräumt", so Castelli. (APA)

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