Forscher fordern zuverlässigen EPO-Dopingtest

1. März 2006, 12:19
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Verwendeter Test auf Erythropoietin ist ihren Angaben zufolge unzuverlässig

Washington - Der vom International Olympic Committee und von der World Anti-Doping Agency verwendete Blutdopingtest auf Erythropoietin (EPO) sei unzuverlässig, berichten belgische Forscher im Fachmagazin Blood. Der Test, der im Urin das verbotene synthetische EPO vom körpereigenen Nierenhormon unterscheiden soll, berge ein großes Risiko für falsch positive Befunde, haben die Forscher in Studien nachgewiesen.

Möglicherweise seien Larissa Lazutina, Olga Danilova und Johann Muehlegg, denen die Medaillen bei den Winterspielen 2002 in Salt Lake City aufgrund der Testergebnisse aberkannt wurden, gar nicht gedopt gewesen. Die Wissenschafter fordern in dem Journal die Entwicklung eines neuen, zuverlässigen EPO-Dopingtests. (red, DER STANDARD, Print, 24.2.2006)

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