Portugal: Jugendliche misshandeln Transsexuellen zu Tode

3. März 2006, 09:44
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Schüler einer katholischen Schule steinigten Obdachlosen

Lissabon - Eine Gruppe von Jugendlichen im Alter von zehn bis 15 Jahren soll in Portugal einen obdachlosen Transsexuellen gesteinigt haben. Die zwölf Buben, allesamt Schüler einer katholischen Lehranstalt für schwer Erziehbare in der nördlichen Stadt Porto, traktierten ihr Opfer mit Steinen und Schlägen und ließen den Schwerverletzten in einem leer stehenden Parkhaus zurück, wie die Zeitung "Publico" am Donnerstag unter Berufung auf Polizeiangaben berichtete.

In Grube verscharrt

Die Tat ereignete sich nach bisherigen Erkenntnissen bereits am Montag. Einen Tag später fanden die Jugendlichen ihr 40-jähriges Opfer noch am Boden liegend und stöhnend vor, am Mittwoch war der Mann tot. Die Teenager verscharrten die Leiche daraufhin in einer metertiefen Grube. Sie wurde gefunden, nachdem einer der Buben die Tat einem Lehrer gestanden hatte.

Die Buben sollten noch am Donnerstag einem Jugendgericht vorgeführt werden. Da in Portugal Jugendliche erst ab 16 Jahren strafmündig sind, können sie wegen der Tat jedoch nicht angeklagt werden. Der portugiesische Sozialminister Jose Vieira da Silva äußerte sich schockiert über die Tat und mahnte eine rasche juristische Aufklärung der Umstände an. Medienberichten zufolge hatten die Jugendlichen den Mann bereits öfter attackiert. (APA)

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