Grazer Schubert-Wettbewerb kürt Preisträger

2. März 2006, 17:42
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Sopranistin Wakako Nakaso und die Pianistin Jone Punyte mit zwei Ehrungen

Graz - Mit dem Konzert aller Preisträger geht am Freitag der 8. Internationale Wettbewerb "Franz Schubert und die Musik der Moderne" der Grazer Kunstuniversität (KUG) zu Ende. Seit einer Woche fanden die Bewerbe in den verschiedenen Sparten statt, Mittwochabend wurden die letzten Sieger ermittelt. Ausständig ist nur noch der Publikumspreis, der während des Konzerts vergeben wird.

Sonderpreis für die beste Interpretation

In der Sparte "Streichquartett" wurde der erste Preis nicht vergeben, der zweite Preis sowie den Sonderpreis für die beste Interpretation eines Werkes der Musik der Moderne ging an das Wiener "Minetti Quartett". Den dritten Preis sowie den Sonderpreis für die beste Interpretation eines Werkes von Franz Schubert erhielt das "Rubens Quartett".

In der Sparte "Duo für Gesang und Klavier (Lied)" ging der erste Preis an die japanische Sopranistin Wakako Nakaso und die Pianistin Jone Punyte aus Litauen. Dieses Duo konnte außerdem den Sonderpreis für die beste Interpretation eines Werkes der Musik der Moderne für sich entscheiden.

Den zweiten Preis erhielt der Bariton Peter McGillivray aus Kanada und die aus Australien stammende Stacey Bartsch, Korrepetitorin an der KUG. An den Schweizer Tenor Raphael Favre und die Pianistin Chiho Togawa (Japan) wurde der dritte Preis vergeben, der Sonderpreis für die beste Interpretation eines Werkes von Franz Schubert ging an das Duo Florian Just (Bariton, Deutschland) und Jan-Paul Grijpink (Niederlande).

Kammermusikalische Qualität

Die letzten Entscheidungen fielen am Mittwochabend in der Sparte "Trio für Klavier, Violine und Violoncello": Der erste Preis und der Sonderpreis für die beste Interpretation eines Werkes von Franz Schubert wurde an das "Atos Trio" aus Deutschland verliehen. Der zweite Preis wurde nicht vergeben, dafür geht der dritte Preis ex aequo an das "Trio Image" aus Bulgarien bzw. Republik Korea und an das "Morgenstern Trio" aus Frankreich bzw. Deutschland. Den Sonderpreis für die beste Interpretation eines Werkes der Musik der Moderne erhielt das "Trio Montparnasse" aus Frankreich, Japan und Deutschland.

"Franz Schubert und die Musik der Moderne" ist einer der drei großen Wettbewerbe der österreichischen Musikuniversitäten (Wien: Beethoven-Klavierwettbewerb, Salzburg: Mozartwettbewerb). Die kammermusikalische Qualität steht dabei ebenso im Vordergrund wie die Gegenüberstellung von moderner und traditioneller Musik. (APA)

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