Securitas Österreich hat weniger Geld auf Lager

2. März 2006, 18:47
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In England funktioniert Geldkreislaufsystem anders als in Österreich

Wien - Ein Beutezug mit mindestens 37 Millionen Euro wie im englischen Securitas-Gelddepot in Tonbridge, wäre in Österreich nicht möglich: "Hier gibt es keine Kumulierung von Werten in dieser Größenordnung", betonte Mag. Michael Schnabl, zuständiger Geschäftsführer von Securitas Österreich.

Securitas Österreich ist für den Großteil des Transportes von Bargeld und Werten im Land verantwortlich. Das Unternehmen besitzt laut Schnabl sieben Geldcenter, in allen Landeshauptstädten mit Ausnahme von St. Pölten und Eisenstadt, in denen allerdings ungleich weniger Bares deponiert ist als in Tonbridge.

In England gebe es ein völlig anderes Geldkreislaufsystem als in Österreich. Da die Bank of England im Gegensatz zur Österreichischen Nationalbank (OeNB) ihre gesamten Bestände bei Banken und privaten Cash-Händlern deponiert habe, erläuterte Schnabl, während die OeNB in den Kreislauf involviert sei und sich die Geldmenge verteile.

Auch bei der GSA, dem für Bargeldhandling zuständigen Tochterunternehmen der Nationalbank, wird betont, dass das österreichische Depotsystem sich vom englischen unterscheide. "Ein Überfall hätte bei uns kaum Aussicht auf Erfolg", sagte Geschäftsführer Erich Vogel. (APA)

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