RWE umwirbt OMV

22. März 2006, 14:38
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Der deutsche Stromkonzern ist möglicher Partner des Konsortiums um die OMV zum Bau der Nabucco-Pipeline, die ab 2011 Gas aus der kaspischen Region nach Europa bringen soll

OMV: "Interesse zeigt, dass das Projekt gut und richtig ist" Essen - Der deutsche Stromkonzern RWE zeigt Interesse an einer Partnerschaft mit dem Konsortium um die österreichische OMV zum Bau der "Nabucco"-Pipeline. Das sagte RWE-Konzernchef Harry Roels am Donnerstag in Essen anlässlich der Bilanz-Präsentation.

Man sei im Gespräch mit verschiedenen Unternehmen über Beteiligungen am Nabucco-Projekt, sei es beim Transport oder über andere Formen der Unterstützung, heißt es dazu seitens der OMV. "Das große Interesse zeigt uns, dass das Projekt gut und richtig ist", sagte ein OMV-Sprecher.

Interesse auch bei E.On

Die Nabucco-Gaspipeline könnte schrittweise ab 2011 mit zunächst acht Milliarden m3 Jahres-Kapazität in Betrieb gehen. Ab etwa 2018 könnte sie im Endausbau 25 bis 30 Milliarden m3 Gas im Jahr aus der Kaspischen Region, etwa dem Iran mit den weltweit zweitgrößten Gasvorräten, nach Europa bringen. Ein definitiver Baubeschluss bis 2007 setzt entsprechende Gas-Abnahmeverträge voraus.

Auch Deutschlands größter Gasimporteur E.On will wie berichtet die Möglichkeit von Gaslieferungen aus dem Iran prüfen, wobei die "Nabucco"-Gasleitung eine Option sei, sagte E.ON-Chef Wulf Bernotat vergangene Woche laut "Handesblatt": "Diese Option prüfen wir." (APA)

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