ORF-Tochter hat Lizenz für Digital-TV über Antenne erhalten

26. Juli 2006, 13:04
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ORS verspricht Empfang ab Herbst 2006 in den Landeshauptstädten und ihrer Umgebung

Die Medienbehörde KommAustria hat nach Informationen des STANDARD (Freitagausgabe) der ORF-Sendertochter ORS am Donnerstagnachmittag offiziell die Lizenz für digitales Antennenfernsehen verliehen. Bestätigungen dafür stehen noch aus. Die ORS war alleinige Bewerberin, die KommAustria hatte Auflagen für die Lizenz angekündigt. Immerhin gehören 60 Prozent der Senderfirma der marktbeherrschenden Rundfunkanstalt.

Die ORS will wie berichtet schon im kommenden Herbst alle Landeshauptstädte mit digitalem Antennenfernsehen versorgen, die nötigen Decoder subventioniert die Medienbehörde. Schon im Frühjahr 2007 könnten die ersten Gebiete alleine mit digitalem Antennenfernsehen versorgt werden, wenn die ersten analog genutzten Frequenzen abgedreht werden. Über Digital-TV kommen österreichweit jedenfalls ORF 1 und 2 sowie ATV. Bis 2008 sollen bereits über 90 Prozent der Bevölkerung DVB-T empfangen können, Ende 2010 sollen es 95 Prozent sein. (fid)

Weiter: Hintergrund zu DVB-T, wie es funktioniert und was es bringt.

Hintergrund: DVB-T (Digital Video Broadcasting – Terrestrial)

Die Umstellungsphase (Simulcast-Phase) im Herbst 2006 startet zeitgleich in ganz Österreich mit der parallelen Ausstrahlung von analogen und digitalen Signalen über maximal vier bis sechs Monate. Programme bis Ende 2006: ORF 1, ORF 2, ATVplus. Ab 2007 sind weitere Programme geplant. Anfang 2007 wird die erste Region ausschließlich digitales Fernsehen empfangen. Die Umstellung in den anderen Regionen erfolgt zeitversetzt.

Im ersten Schritt werden die Ballungsräume, also die Landeshauptstädte und ihre Umgebung, abgedeckt. Ende 2008 sollen bereits über 90 Prozent der österreichischen Haushalte DVB-T empfangen, Ende 2010 95 Prozent.

Wie DVB-T funktioniert

Elektronische Bild- und Tonsignale werden in digitale Impulse umgewandelt. Die Signale werden über Antenne auf das Fernsehgerät übertragen. Für die Wiedergabe stellt ein Decoder das ursprüngliche Signal wieder her – es wird auf dem Bildschirm in Form von Bild und Ton sichtbar und hörbar.

Der Zuseher benötigt entweder ein TV-Gerät mit integriertem Empfänger oder eine Set Top Box. Zusätzlich zur Übertragung von Bild und Ton können mit Boxen mit Multimedia Home Platform weitere Funktionen wie zum Beispiel ein elektronischer Programmführer oder Infodienste genutzt werden.

Warum DVB-T?

Die ORS verspricht scharfe Bilder, klaren Ton, störungsfreien Empfang, Empfang über Laptop und digitale Zusatzdienste wie einen elektronischen Programmführer (Electronic Program Guide – EPG). (Quelle: ORS)

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