One: Heißer Wettkampf drückt Ergebnis

14. März 2006, 15:43
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Der Preiskampf am Mobilfunkmarkt hinterlässt Spuren: One freut sich über mehr Kunden, bei stagnierendem Umsatz und sinkendem Ertrag

Wien - Österreichs Mobilfunkmarkt zählt – noch vor der T- Mobile-Telering-Übernahme, die weiterhin bei der EU zur Prüfung liegt – zu den wettbewerbsintensivsten Europas. Der Kampf um Kunden mit Null- und Ein-Cent-Gebühren zeigt seine Spuren auch in den Jahresergebnissen von One, nach A1 und T-Mobile drittgrößter heimischer Anbieter: Die Zahl der Telefonierer im One-Netz (One, Yesss, Tele2) stieg zwar kräftig, von 1,5 auf 1,8 Millionen Kunden, der Umsatz blieb hingegen flach (627 nach 628 Mio. Euro), Erträge und Margen sanken. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern sank um 27 Prozent auf 31 Mio. Euro. Dennoch freut sich One über einen positiven Cash-Flow von 128 Mio. Euro (im Vorjahr 93 Mio.), aus dem "wir alle Investitionen 2006 und Schulden zahlen können", sagte der neue One-‑ Finanzchef Holger Püchert.

Nettogewinn schwarze Null

Unterm Strich ist der Nettogewinn "eine schwarze Null", kommentiert One-Chef Jörgen Bang-Jensen; das sei One zwar schon 2003 gelungen, aber damals nur unter Einrechnung von einmaligen Sondereffekten. "Es gibt einen intensiven Preiskampf, bei dem wir mit unserer im April gestarteten Diskontmarke Yesss mitgemacht haben. Neun Cent in alle Netze ist einer der erfolg 3. Spalte reichsten Diskonter in Europa überhaupt", sagt Bang-Jensen. Über 200.000 Kunden hat Yesss inzwischen erreicht, die Zwei-Marken-Strategie soll auch heuer zentrales Element sein. Yesss wird nur bei Hofer oder über Internet verkauft, aufladen kann man die Wertkarten auch am Bankomaten.

Rückgang bei SMS

Wegen der niedrigen Gesprächsgebühren geht SMS leicht zurück; hingegen stieg der Datenverkehr um das Zehnfache. Beides zusammen hat aber weiterhin nur rund 15 Prozent Anteil am Umsatz. (Helmut Spudich, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 24.2.2006)

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