Tiroler Immofina wird zu Signa

6. März 2006, 19:48
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Umbennenung wegen Verwechslungsgefahr mit Immofinanz-Gruppe - Vor Einstieg in große City-Immobilie in Osteuropa

Innsbruck/Wien - Die private Tiroler Development - und Immobilienfinanzierungsgruppe Immofina hat sich in "Signa" umbenannt, um Verwechslungen mit der börsenotierten Immofinanz-Gruppe aus dem Weg zu gehen. Das Unternehmen, das gerade die zentrale Innsbrucker Immobilie Kaufhaus Tyrol renoviert, steht vor dem Einstieg in ein bis zu 250 Millionen Euro schweres Projekt in Osteuropa, sagte Rene Benko, Chef der Gruppe am Mittwochabend vor Journalisten in Wien.

Entscheidet sich Signa in den nächsten Wochen für den Erwerb dieser noch nicht näher identifizierten Immo-"Trophäe", wandert diese in einen geschlossenen Fonds, dessen Anteile an (deutsche) Investoren verkauft werden. Es wäre das erste CEE-Investment der Signa.

Spektakuläre Kommerzimmobilien-Deals

Die gesamte Gruppe umfasst u.a. eine Entwicklungsgesellschaft (Signa Development), die derzeit um 350 Millionen Euo 140.000 Quadratmeter entwickelt sowie zwei Emissionshäuser (Signa Property und Signa Recap), die beide Fondsanteile emittieren und vertreiben. Dahinter steckt eine Handvoll spektakulärer Kommerzimmobilien-Deals in den letzten drei Jahren, der Ankauf des italienischen Deloitte & Touche Headquarters in Mailand sowie der deutschen Konzernzentralen von Nike und der Mobilfunkfirma O2.

Auf der eher regionalen Ebene hält ein Signa-Fonds den BIGG Factory Outlet im burgenländischen Parndorf, der demnächst an einen institutionellen Investor losgeschlagen wird. Die Gruppe ist auch ein Betreiber von ursprünglich vier Ärztezentren, von denen eines (Linz) soeben an die Wiener Städtische gegangen ist. Das Kaufhaus Tyrol soll nach seiner Fertigstellung nicht weiter verkauft werden.

Börsegang nicht in Sicht

Die Immofina/Signa Holding geht auch nicht an die Börse, sondern bleibt ein privates Unternehmen, sagt Hälfteeigentümer Benko. Die Gruppe wolle weiter wachsen und verwende den ganzen Bilanzgewinn des vergangenen Jahres (knapp 10 Mio. Euro) für weitere Expansion. Der andere Hälfteeigentümer von Signa ist der öffentlichkeitsscheue frühere "Stroh"-Tankstellenkönig Karl Kovarik. (APA)

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