Rebellen kündigen weitere Entführungen an

1. März 2006, 12:23
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Regierung soll unter Druck gesetzt werden

Warri - Nach der jüngsten Entführung ausländischer Ölarbeiter in Nigeria haben Rebellen am Mittwoch mit neuen Geiselnahmen gedroht. Damit solle die Regierung weiter unter Druck gesetzt werden, schrieben die Rebellen in einer E-Mail. Sie fordern die Freilassung zwei ihrer Anführer aus dem Gefängnis sowie eine größere Beteiligung am Ölreichtum des westafrikanischen Landes. In ihrer Erklärung kündigten sie zudem weitere Anschläge auf Ölförderanlagen im Niger-Delta an.

Die neun am Wochenende Verschleppten sollten vorerst nicht freikommen. Die Behörden hatten zuvor erklärt, die Verhandlungen mit den Geiselnehmern kämen gut voran. Bei den Geiseln handelt es sich um drei US-Bürger, zwei Thailänder, zwei Ägypter, einen Briten und einen Bürger der Philippinen. Sie waren am Samstag von einem Boot des US-Konzerns Willbros entführt worden.

Die anhaltenden Übergriffe auf Förderanlagen - betroffen war etwa der britisch-niederländische Konzern Royal Dutch Shell - führten zuletzt zu einer Drosselung der nigerianischen Ölfördermenge um rund ein Fünftel. Dies hatte zu Wochenbeginn auch den Ölpreis in die Höhe getrieben. Der weltweit achtgrößte Öl-Exporteur produziert täglich rund 2,4 Millionen Barrel.(APA/Reuters)

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