Wissen: Partnerschaft auf Zeit

22. März 2006, 16:08
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Junge Firmen, die keine Belastung durch zusätzliche Kredite verkraften können, wenden sich an Beteiligungskapitalgeber, also an Private-Equity-Investoren

Unternehmen, die Eigenkapital brauchen, können sich dieses von Banken via Kredite oder - wenn sie börsennotiert sind - über eine Kapitalerhöhung holen.

Junge Firmen, die keine Belastung durch zusätzliche Kredite verkraften können, wenden sich an Beteiligungskapitalgeber, also an Private-Equity-Investoren. Der Begriff stammt aus dem Englischen und heißt wörtlich übersetzt etwa: privates Beteiligungskapital. Damit werden außerbörsliche Beteiligungen an Unternehmen bezeichnet. Private-Equity-Investoren stellen wachstumsstarken Unternehmen Eigenkapital zur Verfügung, um im Gegenzug an deren wirtschaftlichem Erfolg zu partizipieren. Das Ziel ist, das Unternehmen zu fördern um es später entweder an die Börse zu bringen oder an ein anderen Unternehmen zu verkaufen.

Stecken Private-Equity-Geber Geld in junge, kapitalhungrige Firmen, für die der öffentliche Kapitalmarkt keine Mittel bereitstellt, dann spricht man von Risikokapital, im Fachjargon Venture Capital genannt. Viele Unternehmen erhalten in sogenannten Finanzierungsrunden immer wieder frisches Kapital.

Aber nicht nur in der Wachstumsphase können Unternehmen von Private Equity profitieren. Auch in Phasen eines "Buy-Outs", einem Eigentümerwechsel, wird oft privates Beteiligungskapital an Bord geholt, wenn z. B. das Management die Unternehmensführung übernimmt. (bpf, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 23.2.2006)

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