Bombenanschlag in Bilbao

5. März 2006, 20:00
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Nach Warnanruf der ETA - Sprengsatz war in Rucksack mit Aufschrift "Gefahr, Bombe" versteckt

Madrid - In der nordspanischen Stadt Bilbao ist am Mittwoch in der Nähe einer Fabrik ein Sprengsatz explodiert. Wie die Polizei mitteilte, war zuvor ein Anruf der baskischen Untergrundorganisation ETA eingegangen. Es wurde niemand verletzt. Es war bereits der dritte Anschlag innerhalb einer Woche, zu dem sich die ETA bekannt hat oder der ihr zugeschrieben wurde.

Erheblicher Sachschaden

Bei der Explosion sind erhebliche Sachschäden entstanden. Menschen wurden nach Angaben der Behörden nicht verletzt. Die ETA hatte telefonisch eine Warnung vor dem Sprengsatz durchgegeben.

Die Bombe bestand nach Polizeiangaben aus fünf bis sieben Kilogramm Sprengstoff. Sie war in einem Rucksack versteckt, auf dem stand: "Gefahr, Bombe". Die Polizei hatte die Fabrik räumen lassen und das umliegende Gebiet abgesperrt, nachdem der Anruf bei der Tageszeitung "Gara" eingegangen war. Das Blatt verbreitet häufiger Erklärungen der ETA. Laut einem Bericht der spanischen Nachrichtenagentur EFE soll sich die Firma geweigert haben, Schutzgeld an die ETA zu zahlen. (APA/AP)

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