3. März 2006, 12:46
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Bis der deutsche Verlagsriese Springer 2003 zuschlug, war Polen ein Ausnahmefall. Ein Qualitätsblatt hatte die meisten Leser im Land: die aus der Dissidentenszene hervorgegangene "Gazeta Wyborcza". Springers grelles Boulevardblatt "Fakt" aber setzte sich aus dem Stand an die Spitze.

Zu wenig verkyauft

Der Konzern der Gazeta, Agora, hielt seit Mitte November mit dem neuen Boulevardblatt "Nowy Dzien" dagegen. Am Donnerstag erscheint dieser Konter zum letzten Mal. Zuwenig verkauft, sagt Agora. Die hohen Verluste des Beibootes hätten womöglich das Flaggschiff Gazeta Wyborcza gefährdet, die Springer im April direkt mit einer Art Welt oder Welt kompakt angreift.

Orka will verkaufen

Die polnische Verlagsszene spekuliert nun, ob sich Agora nun an der Konkurrenzzeitung "Rzeczpospolita" beteiligt. Deren norwegische Mutter Orka hat angekündigt, seine Medien zu verkaufen, siehe dazu: Poker um norwegischen Medienriesen. (gl, fid/DER STANDARD; Printausgabe, 23.2.2006)

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