Polizei erwartet dennoch Protestmarsch, ortet aber wenig Konfliktpotenzial - 500 Beamte abgestellt
Wien - Eine Anmeldung für eine Opernball-Demo ist bis zum
frühen Mittwochnachmittag nicht bei der Wiener Polizei eingelangt.
Die Exekutive ging auch nicht davon aus, dass noch eine kommen wird.
"Die Opernball-Demos sind bisher praktisch nie angemeldet worden",
sagte Mag. Werner Autericky vom Landesamt für Verfassungsschutz und
Terrorismusbekämpfung (LVT) der APA. Er ging davon aus, dass auch
diesmal ein Protestmarsch stattfinden wird.
Für eine Risikoanalyse wurde die jüngste Donnerstagsdemo vom 9.
Februar herangezogen, erläuterte Autericky. An jenem Tag waren etwa
400 Aktivisten aus dem linken Spektrum unterwegs. Das Gewalt- und
Risikopotenzial wird als relativ gering eingestuft. Aufrufe im
Internet wurden bisher kaum registriert.
Platzverbot rund um die Oper
Für alle Fälle wird es am Donnerstagabend ein Platzverbot rund um
die Oper geben - "genau wie im Vorjahr", kündigte der LVT-Vertreter
an. Das bedeutet, dass sich ab etwa 19.00 Uhr keine Unbefugten mehr
in diesem Bereich aufhalten dürfen. Tretgitter wurden bereits
vorbereitet, die Zufahrt zur Oper für Ballgäste wird von der
Exekutive gewährleistet.
Insgesamt wurden rund 500 Beamte zur Sicherung des Festes
abgestellt. "Das betrifft die Vorfeldsicherung, den Personenschutz,
Verkehrsmaßnahmen und die Innensicherung", erläuterte Autericky. Auch
Spezialeinheiten wie WEGA (Wiener Einsatzgruppe Alarmabteilung), die
Anti-Terroreinheit Cobra und Diensthunde stehen zur Verfügung. Im
Fall des Falles seien weitere Einheiten in Reserve. (APA)