Goldene Moschee von Samarra

3. März 2006, 14:45
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Eines der vier wichtigsten schiitischen Heiligtümer im Irak

Bagdad - Die am Mittwoch bei einem Anschlag zerstörte Goldene Moschee von Samarra nördlich von Bagdad ist eines der vier wichtigsten schiitischen Heiligtümer im Irak. Die anderen befinden sich in den Pilgerstädten Najaf und Kerbala und im Bagdader Stadtviertel Kadhimiya.

In dem Schrein befinden sich die sterblichen Überreste von zwei der zwölf von den Schiiten als rechtmäßig anerkannten Imame: Ali al-Hadi, der 868 starb, und sein Sohn, der elfte Imam Hassan al-Askari, der 874 starb.

Nach schiitischem Glauben wurde der zwölfte Imam, der "verborgene Imam" Mehdi, 878 von einem Keller des Gebäudes aus entrückt. Er soll vor dem Jüngsten Tag, dem Tag des Gerichts, zurückkehren, um einer Welt voller Unterdrückung Gerechtigkeit zu bringen.

Im Oktober 2004 hatten irakische Sondereinheiten die Moschee von schiitischen Aufständischen zurückerobert.

Einer der größten Kuppelbauten der islamischen Welt

Die zerstörte Kuppel der Moschee wurde im Jahr 1905 fertig gestellt und mit 72.000 goldenen Platten verkleidet. Sie hatte einen Durchmesser von rund 20 Metern bei einem Umfang von 68 Metern. Damit war die Moschee einer der größten Kuppelbauten in der islamischen Welt. Sie wird von zwei Minaretten flankiert, die eine Höhe von 36 Metern haben. (APA/Reuters)

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