Chaos an griechischen Häfen

14. März 2006, 16:40
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Nach tagelangen Fährstreiks verpflichtet die Regierung die Seeleute zum Dienst - In Piräus und Patras kam es zu Rangeleien

Athen - Wegen der tagelangen Streiks griechischer Seeleute herrschten in den beiden größten griechischen Häfen von Piräus und Patras am Mittwoch chaotische Verhältnisse. Trotz des Beschlusses der griechischen Regierung die Streikenden zum Dienst zu verpflichten, blockierten Seeleute die Anlegestellen und verhinderten damit die Beladung der Fähren. Dies wollten sie bis Freitag um 6.00 Uhr fortsetzen. In den anderen Häfen des Landes normalisierte sich dagegen nach und nach der Fährverkehr, berichtete das Fernsehen weiter.

Tätliche Auseinandersetzungen

In Piräus und Patras kam es zu tätlichen Auseinandersetzungen zwischen Lastwagenfahrern und Seeleuten. Dabei sind nach Angaben der Küstenwache auch zwei deutsche Fahrer vorübergehend festgenommen worden. Die aufgebrachten Lkw-Fahrer versuchten nach Medienberichten, mit ihren Lastwagen die Sperren zu durchbrechen, die die Seeleute an den Piers errichtet hatten. Es kam zu Rangeleien und Schlägereien. Hunderte Lastwagenfahrer aus verschiedenen Staaten harren seit Beginn der Streiks am vergangenen Donnerstag im Hafen der westgriechischen Stadt Patras und in Piräus aus.

In Piräus warteten am Mittwochabend zahlreiche Mannschaften der Bereitschaftspolizei auf einen möglichen Einsatz. Diese würden "sollte es notwendig sein" eingreifen, um den Auslauf der Fähren zu ermöglichen, hieß es in Medienberichten. Der tagelange Streik der griechischen Seeleute hat zu Engpässen in der Versorgung auf allen Inseln geführt. (APA/dpa)

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    Inselbewohner klagten während des Streiks über Engpässe bei Treibstoffen, Medikamenten und Lebensmitteln.

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