IBM , Nokia und Oracle klagen - diesmal wegen Office

27. März 2006, 14:35
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Die EU-Kommission soll Microsoft auch bei seinen Office-Produkten an die Kette legen

Dem US-Konzern Microsoft droht in Europa eine neue juristische Auseinandersetzung. Mehrere Konkurrenten und Kunden legten am Mittwoch eine Beschwerde bei der EU-Kommission ein, in der dem weltgrößten Softwarekonzern unfaires Wettbewerbsverhalten vorgeworfen wird.

Hinter dem Protest

Hinter dem Protest steht das European Committee for Interoperable Systems, dem Technologieunternehmen wie IBM, Nokia, Oracle, Sun Microsystems und RealNetworks angehören. Microsoft lasse anderen Softwareanbietern, aber auch Kunden mit seinem Wettbewerbsverhalten keine wirkliche Chance, kritisierte die Gruppe in einer in Brüssel veröffentlichten Stellungnahme. Als Beispiel nannte sie Microsofts Bürosoftware "Office", die Konkurrenzprodukte an einem reibungslosen Zusammenspiel mit dem ebenfalls von Microsoft kommenden PC-Betriebssystem "Windows" hindere.

Kartellstreit

Der US-Konzern befindet sich bereits in einem seit Jahren dauernden Kartellstreit mit der Europäischen Kommission. Diese hatte vor knapp zwei Jahren entschieden, dass Microsoft mit seiner dominierenden Stellung gegen europäische Wettbewerbsgesetze verstößt. Die Kommission verhängte deshalb eine Strafe von 497 Millionen Euro und zugleich Auflagen für den Vertrieb von Windows. Außerdem gab sie dem Konzern vor, eine vollständige und genaue Beschreibung der Windows-Schnittstellen offen zu legen. Über die Umsetzung der Auflagen befinden sich das Unternehmen und die Kartellbehörde noch im Streit.(APA/Reuters)

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