Piaggio wirbt für Roller in den USA

6. März 2006, 19:48
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Während US-Präsident Bush vor zu starker Erdöl-Abhängigkeit seines Landes warnt, hat der italienische Motorrollerproduzent Piaggio eine Lösung

Rom - Während US-Präsident George W. Bush vor einem Land warnt, das zu stark vom Erdöl abhängig ist, bietet der italienische Motorrollerproduzent Piaggio eine Lösung. Das toskanische Unternehmen hat eine Seite der Tageszeitung "New York Times" erworben, um für seine Zweirad-Modelle zu werben, die nicht nur eine Lösung für die Verkehrsprobleme, sondern auch stark umweltschonend sind.

"Die neuen Vespas sind stark umweltfreundlich und verbrauchen wenig Treibstoff", versicherte ein Piaggio-Pressesprecher. Im Gegensatz zu Italien sind Scooters in den USA nicht besonders beliebt. Daher setzt Piaggio in seiner Werbekampagne auf Szenen mit Hollywood-Stars Gregory Peck und Audrey Hepburn, die im Film "Ein Herz und eine Krone" in Rom mit einem Vespa unterwegs sind, um die Gunst der Amerikaner zu gewinnen und sich neue Märkte zu erschließen.

Börsengang im Sinn

Neben Expansionsprojekten im Ausland hegt Piaggio auch den Gang an die Mailänder Börse. Der Börsengang sollte vor Sommer erfolgen, berichten italienische Medien. Im Zuge des Initial Public Offerings (IPO) werde der Hauptaktionär, die Finanzholding IMMSI, Aktien vom Partner Morgan Grenfield erwerben und seinen Anteil am Konzern auf 54 Prozent aufstocken, kündigte Piaggios Chef, Roberto Colaninno, an.

Sechs Investmentbanken stehen auf der Shortlist, um Piaggios IPO zu begleiten. Dazu zählen Lehman Brothers, Deutsche Bank, Morgan Stanley, Merrill Lynch, JP Morgan und Caboto (Banca Intesa). Zwei bis drei Beraterbanken sollen bis demnächst ausgewählt werden.

Bewertung mit 1,2 Milliarden

Die Piaggio-Gruppe wird von Mailänder Finanzkreisen mit 1,2 Mrd. Euro bewertet. Piaggio hatte im ersten Halbjahr 2005 nach mehrjähriger Verlustperiode erstmals wieder schwarze Zahlen geschrieben. Nach der Konsolidierung der 2004 erworbenen Motorradfirmen Aprilia und Moto Guzzi hat Piaggio im ersten Halbjahr den Umsatz um 7 Prozent auf 814 Mio. Euro erhöht. 15 Prozent des Umsatzes entfielen auf die neuen Vespa-, Pegaso- und Breva-Modelle. (APA)

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