Politische "Farbenlehre" der Konzernführung

27. März 2006, 15:51
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Als ÖVP-nahe geltende Führungskräfte in der Überzahl - in der Führungsebene bewegen sich elf Männer und eine Frau

Wien - Die ÖBB Holding als Dachgesellschaft der Bundesbahnen sowie die darunter angesiedelten fünf Aktiengesellschaften werden von zwölf Managern geführt - elf Männern und einer Frau. Sechs davon gelten unter politischen Beobachtern als ÖVP-nahe, vier als SPÖ-nahe, einer als BZÖ-nahe und einer als Vertrauter von Vizekanzler Hubert Gorbach. Eine Nähe zu den Grünen wird niemanden nachgesagt.

An der Spitze des Konzerns steht mit Martin Huber ein ÖVP-Mitglied, sein Finanzchef Erich Söllinger wird ebenfalls der Regierungspartei zugerechnet. Der Boss der Dienstleistungs AG, Franz Nigl, gilt wie Infrastruktur-Chef Alfred Zimmermann als "ÖVP-kompatibel". Dazu kommt noch Michael Vavrovsky, Co-Chef von Zimmermann in der Infrastruktur Bau.

Zur SPÖ-Reichshälfte werden in den Medien Personenverkehrs-Co-Vorstand Wilhelmine Goldmann sowie die beiden Rail Cargo-Vorstände Ferdinand Schmidt und Gustav Poschalko gehandelt. Ebenfalls als SPÖ-nah gilt Infrastruktur-Betrieb-Chef Peter Klugar. Finanzchef Söllinger soll in den Vorstand sowohl der Personenverkehrs AG als auch der Rail Cargo einziehen. Dies wird laut ÖBB-Aufsichtsratschef Wolfgang Reithofer nur "befristet" stattfinden.

Dem BZÖ zugerechnet wird der ehemalige FPÖ-Abgeordnete Gilbert Trattner. Personenverkehrs-Chef Stefan Wehinger gilt als Vertrauter von Gorbach. (APA)

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    An der Spitze des Konzerns steht mit Martin Huber ein ÖVP-Mitglied (re) - hier mit Vizekanzler Hubert Gorbach.

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