Mutmaßlicher ETA-Militärchef Olarra zu zehn Jahren Haft verurteilt

5. März 2006, 20:00
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Von Pariser Gericht der Bandenbildung in Verbindung mit Terrorismus für schuldig befunden - Hohe Haftstrafen für fünf weitere Beschuldigte

Paris - Der mutmaßliche Ex-Militärchef der baskischen Untergrundorganisation ETA, Juan Antonio Olarra Guridi, ist in Frankreich zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Ein Gericht in Paris befand den 38-Jährigen am Dienstag der Bandenbildung in Verbindung mit Terrorismus für schuldig. Ebenfalls zehn Jahre Gefängnis erhielt Olarras 35-jährige Lebensgefährtin Ainhoa Mugica Goni.

Sie gehörte nach Einschätzung des Gerichts den als besonders gefährlich bekannten ETA-Kommandos Donosti (baskisch für San Sebastián) und Madrid an. Olarra war im September 2002 im französischen Baskenland festgenommen worden, das von der ETA als Rückzugsgebiet und Trainingslager genutzt wird.

Mit Olarra und Mugica wurden vier weitere ETA-Angehörige zu Haftstrafen verurteilt. Zwei 31-jährigen Mitglieder, die an Mordanschlägen und Autobombenattentaten teilgenommen haben sollen, müssen für acht Jahre ins Gefängnis. Wie die Hauptangeklagten dürfen sie nach Verbüßung ihrer Strafe nicht mehr nach Frankreich einreisen. Zwei Jahre erhielt eine 25-Jährige, die die ETA-Führung logistisch unterstützt hatte. Ihr 32-jähriger Lebensgefährte bekam eine Haftstrafe von 36 Monaten, von denen 21 Monate zur Bewährung ausgesetzt wurden. (APA)

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