Frühstückseier abgebrüht für Ängstliche

28. Februar 2006, 13:47
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Virus kann nach heutigem Wissensstand aber nicht durch Schale ins Innere des Eis gelangen

Mödling - Vom Frühstücksei geht weiter keine Seuchengefahr aus. Besorgte Bürger, die sich vor Hühnerkot-Resten im Eierkarton fürchten, erfahren an der AGES-Hotline: Das Vogelgrippe-Virus könne "nach dem heutigen Wissensstand" nicht durch die Schale ins Innere gelangen.

Geringes Risiko in Europa

Eine Infektion der Eier noch im Körper des Huhns ist ebenfalls recht unwahrscheinlich: Das Virus wird vor allem im Kot und im Gefieder der Tiere nachgewiesen. Gleichwohl warnen Gesundheitsexperten vor dem Verzehr von Eiern aus infizierten Beständen. Dieses Risiko ist in Europa jedoch bloße Theorie: Die EU importiert keine Eier aus Ländern, in denen die Vogelgrippe ausgebrochen ist, und bisher ist kein einziges heimisches Huhn daran erkrankt. Ohnehin würde die Krankheit die Hühner eines Bestandes so schnell dahinraffen, dass deren Eier gar nicht erst in den Handel gelangen.

Selbst wenn H5N1 sich in einem Ei einnistet: Der Erreger ist nicht hitzebeständig. Als Faustregel gilt: Nach zehn Minuten Erhitzen auf 70 Grad ist das Virus abgetötet, im kochenden Wasser sogar noch schneller. Wer ganz sicher gehen will, dem empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation WHO, die Eier ganz hart zu kochen und flüssige Dotter zu vermeiden. (kas, DER STANDARD Printausgabe, 21.02.2006)

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