Kazaa und die Musikindustrie treffen sich vor Gericht

4. Mai 2006, 10:39
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Einmal mehr sind die beiden Parteien ins Feld gezogen um ihre Argumente darzulegen

Vertreter der Online-Tauschbörse Kazaa und der australischen Musikindustrie treffen sich erneut vor Gericht. Am Montag startete ein neues Berufungsverfahren, da beide Parteien gegen den Ausgang der Vorverhandlung Einspruch eingelegt hatten.

Fünf Tage

Insgesamt sind fünf Verhandlungstage anberaumt. In dieser Zeit will der Hersteller der Tauschbörsensoftware Kazaa, Sharman Networks, zeigen, warum die Software nicht verboten werden soll; die Vertreter der Musikindustrie arbeiten am Gegenteil.

Entscheidung

Schon im September 2005 fällte der Richter im ursprünglichen Verfahren einen Urteilsspruch. Demzufolge würde die P2P-Software zwar gegen das Urheberrecht verstoßen, aber eine generelle Schließung wurde nicht verordnet. Sharman Networks musste innerhalb von zwei Monaten allerdings Vorkehrungen treffen, um die Filesharing-Software derart abzuändern, dass keine urheberrechtlich geschützten Dateien mehr ohne Zustimmung der Rechteinhaber zwischen den P2P-Nutzern getauscht werden können. Mit dem Ergebnis war die Musikindustrie jedoch nicht zufrieden - das Ziel bleibt die Schließung der Tauschbörse. Erst Ende der Woche wird sich dann weisen, wie es in Zukunft mit Kazaa weitergehen wird.(red)

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Kazaa

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