Im weltweiten Netzwerk der Johns Hopkins Alumni

8. März 2007, 10:58
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Arbeiten und Lernen im internationalen Umfeld und in interkulturellen Teams seien Nutzwerte, die "reguläre" Postgraduale Programme nicht bieten können

In der letzten Ausgabe der Zeitschrift Foreign Policy wurde die School of Advanced International Studies (SAIS) der Johns Hopkins Universität im Rahmen einer Umfrage unter Professoren am Feld der Internationalen Beziehungen als eines der weltweit besten Master-Programme genannt, sagt Karl Krammer von Krammer Consultants Politics & Media nicht ohne Stolz. Ist er doch seit 1986 Präsident des Bologna-Center-Alumni-Clubs und selbst zwei Jahre in Bologna gewesen.

Lange Tradition

"Damals gab es noch kein anderes eigenes Curriculum für Internationale Beziehungen - immer nur in Kombination oder als Teile von Studien", sagt er. Außerdem habe die Verbindung Österreichs mit der Johns Hopkins Universität seit dem Jahr 1955 - Österreich ist eines der ersten Unterstützer-Länder der Universität - lange Tradition.

Johns Hopkins sei eine amerikanische Universität mit verschiedenen Fakultäten, beginnt Krammer in die Strukturen einzuführen. Unter diesen Fakultäten (Schools) gibt es zwei herausragende: die Medical School in Baltimore und die SAIS in Washington mit zusätzlich zwei Zentren - eines in Bologna und eines in Nanjing (China). In Bologna kann man ausschließlich Internationale Beziehungen studieren. Für die Amerikaner, sagt Krammer, sind das Graduate Studies, für uns Europäer Postgraduate Studies, ein- bis zweijährig.

Entsprechend weit gespannt sei das Alumni-Netzwerk, so Krammer weiter. Die Absolventen der Johns Hopkins sitzen heute in internationalen Organisationen, Konzernen, sind in der Politik, viele auch in NGOs, sagt er. In Österreich gebe es rund 350 Alumni: von Ex-Außenminister Alois Mock über Medienvertreter Antonia Rados, Helmut Branstätter bis hin zum BA-CA Vorstand Willi Hemetsberger.

Internationalität

Das internationale Umfeld am Campus, die fremde Umgebung, in der man sich erst durchzusetzen habe oder das durchgehend in englischer Sprache geführte Programm - und dies neben den Aufgaben während des Studiums -, seien im Vergleich zu anderen Post-Graduates zusätzliche Nutzwerte, sagt Krammer. "Ich ertappe mich oft, dass ich bei anderen Ländern, etwa bei deren Kommunikationsansätzen, Anleihen nehme", sagt er. Vernetztes und interkulturelles eher generalistisches Denken, dies auch als Haltung sei auch in der Wirtschaft sehr gefragt: "Wir haben immer Saison", so Krammer, zumal in der Regel Zusatzqualifikationen firmenintern erworben werden müssen, so Krammer weiter.

Im Alumni-Netzwerk habe man verbesserte Chancen, sagt Krammer, ergreifen müsse man sie allerdings selbst. Klar sei, dass über den Kontakt mit anderen Alumni im weltweiten Netz Türen sicherlich leichter aufgehen. Krammer: "Johns Hopkins ist eine Marke. Da gibt es eine Vorstellung von einem Mindeststandard was der andere kann oder ist." Das erleichtere vieles. (DER STANDARD-Printausgabe, 18./19.2.06)

Von Heidi Aichinger

www.jhubc.it

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