Überdurchschnittlicher Temperaturanstieg in Sibirien

12. Juli 2006, 14:34
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In den vergangenen 150 Jahren um 2,5 Grad - Stark erhöhte Konzentrationen von Luftschadstoffen

Villigen - Die Temperatur im sibirischen Altai-Gebirge ist in den vergangenen 150 Jahren um 2,5 Grad und damit weit überdurchschnittlich gestiegen. Dies fand ein schweizerisch-russisches Forschungsteam unter der Leitung des Paul-Scherrer-Instituts (PSI) heraus, wie das PSI am Montag bekannt gab. Die mittlere Erwärmung der auf der Nordhalbkugel Nordhemisphäre lag in dem Zeitraum bei 0,9 Grad.

Die Forscher bohrten im Sommer 2001 auf dem Gletscher des höchsten Gipfels des Altai-Gebirges, dem 4.506 Meter hohen Belukha, einen Eiskern bis in 139 Meter Tiefe heraus.

Bei den Untersuchungen in der Schweiz wurde auch eine stark erhöhte Konzentrationen von Luftschadstoffen nachgewiesen, die auf die Besiedelung und Industrialisierung Sibiriens seit 1940 zurückzuführen sind, wie das PSI weiter schrieb.

Abnahme der Schadstoffe ab 1980

Überraschenderweise hätten die Konzentrationen der meisten Schadstoffe aber bereits ab 1980 wieder abgenommen und nicht erst mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion Ende 1991. Dies deute darauf hin, dass der Höhepunkt der industriellen Produktivität bereits vor der Perestroika erreicht worden sei. (APA/AP)

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    Die Bohrungen am 4.506 Meter hohen Altaigipfel Belukha beweisen eine Temperatur-Zunahme um 2,5 Grad Celsius.

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