Amsterdam: Rotlichtviertel öffnete die Tore

13. März 2006, 12:54
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Tausende HolländerInnen und TouristInnen nutzten am Tag der offenen Tür die Gelegenheit, Einblick in das Sexgewerbe zu erlangen

Amsterdam - Mit einem Tag der offenen Tür im Rotlichtviertel haben die Amsterdamer Prostituierten der Öffentlichkeit am Samstag einen Einblick in ihr Gewerbe verschafft. Anlass zu der publikumswirksamen Aktion waren Forderungen von LokalpolitikerInnen, den Sexarbeiterinnen das Anwerben von Kunden zu verbieten.

Freibier

Hunderte TouristInnen und einheimische Interessierte nahmen das Angebot dankend an und ließen sich zu Freibier in die Table-Dance-Bars und Sexclubs einladen. Die Frauen zeigten den BesucherInnen ihre Gemächer, klärten über die Gesundheitsvorsorge sowie über das Alarmsystem auf, falls sie es mit einem schwierigen Kunden zu tun bekommen.

"Das Rotlichtviertel hat in letzter Zeit viele schlechte Schlagzeilen bekommen", sagte die Organisatorin des Tags der offenen Tür, Mariska Majoor. "Wir wollen der Welt zeigen, dass es hier sicher zugeht." Die BesucherInnen zeigten sich aufgeschlossen. "So etwas könnte es in Cambridge niemals geben", sagte ein britischer Tourist.

Die Prostitution hat in Amsterdam eine lange Tradition. Während des Goldenen Zeitalters der Stadt im 17. Jahrhundert erwiesen sich vor allem Matrosen von niederländischen Handelsschiffen als zahlkräftige Kundschaft. Amsterdam war damals die reichste Hafenstadt der Welt. Vor sechs Jahren legalisierte die Regierung Prostitution, nicht zuletzt, um Steuern eintreiben zu können. Damit sind aber nicht alle Probleme ausgeräumt. Einer aktuellen Umrage zufolge sind sieben Prozent der Prostituierten HIV-infiziert. (APA/AP)

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    Tag der offenen Tür am 18. Februar in Amsterdam: Tausende BesucherInnen nutzten die Gelegenheit, den Arbeitsplatz von Sexarbeiterinnen kennen zu lernen.
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