Wiener ÖVP will nichtkommerzielle Medien fördern

13. März 2006, 16:22
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Mit Mehreinnahmen aus Erhöhung der Wiener Landesabgabe - Fernsehen, Radio und Internet

Die Wiener ÖVP möchte die angekündigte Erhöhung der Wiener Landesabgabe für einen Fonds zur Förderung nichtkommerzieller elektronischer Medien nutzen. Diese Forderung bekräftigte Mediensprecher Franz Ferdinand Wolf am Montag. Mit den Grünen, die sich einen ähnlichen Fördertopf für Wiener Medienalternativen wünschen, könne er sich einen gemeinsamen entsprechenden Antrag im Gemeinderat vorstellen, sagte er zur APA.

Klare Richtlinien und Kriterien

Die Landesabgabe wird gemeinsam mit den ORF-Gebühren eingehoben und beträgt in Wien ab Juli 4,10 Euro pro Monat und Teilnehmer. Dies bringt laut Wolf sieben Millionen Euro zusätzlich, "zwei bis drei Millionen" davon könnte man aufwenden, um das Freie Radio Orange 94.0, das Community-TV Okto sowie "neue Internet-Formen" zu fördern. Wichtig seien dabei klare Richtlinien und Kriterien. Wolf nannte "Zielgenauigkeit" für nichtkommerzielle Medien, mit genaue inhaltliche Sende- und Finanzpläne" sowie die Kontrolle, ob "diese für gewisse Communities arbeitenden Medien ihre Zielgruppen auch erreichen".

"Durchaus auch gemeinsam mit den Grünen

Die ÖVP will dieses Projekt "durchaus auch mit den Grünen gemeinsam" in Angriff nehmen. Allerdings unterscheidet sich der Vorschlag der Grünen Kultursprecherin Marie Ringler doch in einigen Details. Sie will rund vier Millionen Euro aus der Landesabgabe zusätzlich zu den bestehenden Subventionen für Orange und Okto sowie Förderung auch für alternative Printmedien. (APA)

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