NASA nimmt bei Suche nach Außerirdischen zehn Sterne ins Visier

1. März 2006, 12:00
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Weltraumteleskop Terrestrial Planet Finder soll sich ab 2020 auf diese Planeten konzentrieren

St. Louis - US-Astronomen wollen sich bei der Suche nach außerirdischem Leben zunächst auf zehn Sterne konzentrieren. Margaret Turnbull von der Carnegie Institution stellte bei einer Konferenz am Samstag eine "Top 10 List" von nahe gelegenen Sternen mit bestimmten Eigenschaften vor, die einen erdähnlichen Planeten haben könnten. Diese Sterne sollen die ersten Forschungsobjekte für das 2020 geplante Weltraumteleskop Terrestrial Planet Finder sein. "Es gibt 400 Milliarden Sterne in der Galaxie", sagte Turnbull. "Natürlich werden wir den Terrestrial Planet Finder nicht auf alle richten."

Zu den ausgewählten Sternen gehören 51 Pegasus, wo Schweizer Astronomen 1995 den ersten Planeten außerhalb des Sonnensystems entdeckten, und Alpha Centauri B, einer der Sterne, die der Sonne am nächsten sind.

Nasa kürzt die Mittel

Auf der Konferenz kritisierten die Wissenschaftler Mittelkürzungen für die Suche nach außerirdischem Leben durch die US-Regierung. Die von Präsident George W. Bush für 2007 vorgeschlagenen Kürzungen würden das Budget auf die Hälfte der Mittel von 2005 zurückstreichen, sagte Jill Tarter vom Seti- Institut. Die Organisation sucht inzwischen nur noch mit Hilfe privater Geldgeber nach intelligentem Leben.

Früher habe die NASA einen Plan gehabt, wer nach der Entdeckung der Signale von Außerirdischen zuerst informiert werden solle. "Heute wäre es tatsächlich eine Gruppe von sehr großzügigen Philanthropen, die angerufen werden, bevor wir eine Pressekonferenz halten", sagte Tarter. Dazu gehöre unter anderem der Microsoft-Mitbegründer Paul Allen. (APA/Reuters)

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    Das Weltraumteleskop Terrestrial Planet Finder soll ab 2020 seine Arbeit aufnehmen. Das Planeten-Such-System besteht aus mehreren Komponenten: Der so genannter Coronagraph (links) sucht nach Sternen-nahen Objekten im sichtbaren Lichtspektrum, der Interferometer (rechts) arbeitet im Infrarotbereich.

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