Australien verbietet Sprayer-Spiel

12. Mai 2006, 15:48
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Nicht die Gewaltszenen machen den Behörden bei "Marc Ecko's Getting Up: Contents Under Pressure" Sorgen, sondern die Graffitis

Die australischen Behörden haben ein Videospiel verboten - vielleicht nicht wirklich so eine interessante Meldung, wenn es um Gewalt oder Sex oder andere Delikte gehen würde, die für Aufregung und Aufruhr sorgen könnten. Der Grund warum der Titel verboten wurde, ist jedoch ein anderer: bei "Marc Ecko's Getting Up: Contents Under Pressure" geht es Graffitis.

GTA erlaubt

Die gleiche Kommission, die den Sprayer-Titel verboten hat, war bei einem anderen Titel weniger streng - immerhin findet sich das Spiel GTA: Liberty Stories gewrade in den australischen Verkaufscharts ganz weit oben.

Schlechtes Vorbild

Bei "Marc Ecko's Getting Up: Contents Under Pressure" waren die Behörden weniger verständnisvoll; aus ihrer Sicht könne der Titel Jugendliche dazu bringen, Graffitis zu sprühen. Auch in den USA und Großbritannien war das Spiel deswegen heftig kritisiert worden, wurde jedoch nicht verboten. Es sei dies "das erste Mal, dass wir uns geweigert haben, ein Spiel einzustufen, weil es für Verbrechen wirbt", sagte Maureen Shelley, Mitglied der Kommission, gegenüber dem "Sydney Morning Herald". Mit der Entscheidung dem Spiel keine Alterseinstufung zu erteilen, darf die Software in Australien nicht verkauft, vermietet, vorgeführt oder importiert werden. Dabei ist das Ziel des Spieles einfach, durch kunstvolle Graffitis - und auch ein etwas Gewalt - in einer totalitären Science-Fiction-Welt zum Sprayer-König der Stadt aufzusteigen.(grex)

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    screenshot: gp
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