Schering steigerte Umsatz und Gewinn

14. März 2006, 15:43
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Deutscher Pharmakonzern mit ehrgeizigen Zielen: 20 Prozent Umsatzrendite 2008 angepeilt

Berlin - Der drittgrößte deutsche Pharmakonzern Schering hat 2005 Umsatz und Gewinn erhöht. Der Konzerngewinn stieg von 500 Mio. (2004) auf 619 Mio. Euro, wie das Unternehmen am Montag in Berlin mitteilte. Der Umsatz legte nach den vorläufigen Zahlen auf 5,308 Mrd. Euro zu nach 4,907 Mrd. im Jahr 2004. Die operative Marge soll nach Aussage von Schering bis 2008 auf 20 Prozent gesteigert werden.

Der Pharmakonzern Schering hat das größte Aktienrückkaufprogramm seiner Geschichte angekündigt. Vom 1. März bis 30. September 2006 will das Berliner Unternehmen eigene Aktien im Wert von bis zu 500 Mio. Euro über die Börse erwerben, wie der Konzern am Montag ankündigte. Über die Verwendung der Aktien habe der Vorstand noch nicht entschieden.

Ehrgeizige Renditeziele

Schering hat sich für die nächsten zwei Jahre ehrgeizigere Renditeziele gesetzt. Bis 2008 solle die operative Umsatzrendite auf 20 Prozent steigen, teilte der Konzern am Montag in Berlin mit. Für das laufende Jahr rechnet Schering weiter mit 18 Prozent, 2005 sei Schering dem Wert schon sehr nahe gekommen, sagte Vorstandschef Hubertus Erlen.

Im vergangenen Jahr steigerte Schering den Umsatz währungsbereinigt um sieben Prozent auf 5,31 Mrd. Euro, das Betriebsergebnis kletterte um 21 Prozent auf 928 Mio. Euro. Das entspricht einer operativen Marge von 17,5 Prozent. 2006 soll der Umsatz um einen mittleren bis hohen einstelligen Prozentsatz wachsen.

In den vergangenen drei Jahren hatte Schering mit seinem Spar- und Effizienzprogramm die Rendite um mehr als ein Prozent pro Jahr gesteigert. Im Zuge des Programms wurden 2.000 Stellen gestrichen. Schering hatte zwar bei der Entwicklung neuer Präparate eine Vielzahl von Rückschlägen erlitten. Mit den bestehenden Produkten wie der Anti-Baby-Pille Yasmin verdient der Konzern aber vor allem in den USA gut.

Betriebsergebnis verbessert

Im vierten Quartal weitete Schering sein Betriebsergebnis gegenüber dem Vorjahr um 30 Prozent auf 218 Mio. Euro aus, etwas stärker als von Experten erwartet. Der Umsatz stieg im Schlussquartal um elf Prozent auf 1,41 Mrd. Euro.

Vom US-Partner Chiron will der Berliner Konzern alle Produktionsmittel zur Herstellung seines Multiple-Sklerose-Medikaments Betaferon erwerben. Danach würde der Liefervertrag beendet. Schering hatte bisher nach eigenen Angaben 22,5 Prozent des Umsatzes an Chiron abtreten müssen. Durch die Übernahme von Chiron durch Novartis bekam Schering die Option, das Präparat künftig in Alleinregie zu vertreiben. (APA/dpa/Reuters)

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