Alles erforscht - und nun?

12. März 2006, 17:40
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Ist eine Welt, in der die Forschung alles erklären kann, der Schlüssel zur idealen Gesellschaft oder schlicht der blanke Horror?

Die Frage der Woche macht diesesmal einen gewaltigen Satz in eine - zumindest theoretische - Zukunft: Angenommen, die Forscher haben ausgeforscht, die Wissenschafter alles erklärt, Theorien und Modelle sind zu Grundsätzen und unumstößlichen Fakten geworden; lebt die Menschheit nun in einem paradiesischen Shangri-La oder dem Vorhof zur Hölle, in dem alles reglementiert ist?

Wochengewinnerin Andrea Würschinger fasst ihre Bedenken über ein solches Zukunfts-Szenario folgendermaßen zusammen:

"Bereits heute fließt aktuelles wissenschaftliches Tun in die Gesetzgebung ein, beeinflusst Verhaltens- und Lebensregeln und bestimmt, was zum Beispiel gesund bzw. ungesund ist. Wenn die Forschung die Welt vollständig erklärt hat und keine Unwägbarkeiten bleiben, müsste die Gesellschaft dann nicht unter der totalen Kontrolle durch die Wissenschaft und ihren Erkenntnissen stehen?"

Oder etwas weiter gefasst: Wie lebenswert ist das Dasein in einer Welt, in der über richtig und falsch nicht mehr diskutiert werden kann? (red)

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    Wie lebt es sich in einer Welt, in der der Lauf aller Dinge erklärbar ist?

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