Flugaufsicht nimmt Airbus wegen Tragfläche ins Visier

12. März 2006, 19:43
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"Belastungswert von 1,5 muss eingehalten werden"

Frankfurt - Die bei einem Statik-Test gebrochene Tragfläche des neuen Airbus-Großraumflugzeugs A380 hat laut einem Magazinbericht die europäische Luftsicherheitsbehörde auf den Plan gerufen. "Jetzt müssen wir uns mit Airbus zusammensetzen und gemeinsam eine Lösung finden", zitierte das Nachrichtenmagazin "Focus" am Samstag in einem Vorausbericht einen Sprecher der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA). Bei einem Test war eine Tragfläche des Riesenjets beim 1,45fachen der maximalen Last gebrochen. Vorgeschrieben ist, dass die Flügel das 1,5fache aushalten.

"Das kann in so einem Test vorkommen und ist kein Grund für Aufgeregtheiten", sagte der Sprecher laut Magazin weiter. "Aber der Belastungswert von 1,5 muss eingehalten werden." Die in Köln ansässige EASA prüft seit September 2003 die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften in der zivilen Luftfahrt und entscheidet über die Musterzulassung von Flugzeugen.

Airbus hatte nach dem Bekanntwerden des Tests betont, die für Ende des Jahres geplante Auslieferung der ersten Superjumbos werde dadurch wohl nicht verzögert. Airbus sei insgesamt mit dem Verlauf der Tests zufrieden. Das A380-Projekt mit Kosten von zwölf Milliarden Euro gilt als das ambitionierteste Unternehmen von Airbus. Die doppelstöckige A380 ist das Flaggschiff von Airbus und das größte Passagierflugzeug der Welt. Eines der Testmodelle soll kommende Woche bei einer Flugschau in Singapur fliegen. (APA/Reuters)

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