New Orleans: Todesspritzen für Patienten während "Katrina"

von Redaktion  |  24. Februar 2006, 15:58

Rechtzeitige Evakuierung Schwerkranker verabsäumt

Der Volltext dieses auf Agenturmeldungen (z. B. APA und REUTERS) basierenden Artikels steht aus rechtlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung.
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Kranich05 
20.02.2006 01:12
Tötung wegen Hurrikan

Der Vorfall ist erschreckend.
Wie im Einzelnen die Ärzte und Schwestern zu diesem Handeln kamen, würde mich sehr interessieren.
Entscheidend finde ich aber, wie sich hier das amerikanische System offenbart. Hochtechnisiertes Land, reichstes der Welt, überläßt Tausende (arme Teufel) in einer vorhersehbaren Katastrophensituation dem sicheren Tod. Zuletzt greift man zur "Vernichtung lebensunwerten Lebens". Das ist faschistisch.
Und 99% der Meinungsindustrie, die gerade heutzutage brüllend ihre Freiheit verteidigt, schreibt darüber kein Sterbenswörtchen.
Danke an das restliche 1%.
Klaus Kurch http://opablog.twoday.net/

Bertel Mann
19.02.2006 13:24
Es ist wirklich kaum zu glauben und nicht zu fassen,...

...wie hier die Gelder der Shareholder des Spitalerhalters bzw. der Firma für Spritzen für Leute verschwendet wurden, die von selbst viel billiger gestorben wären.

Dominik Maria Rosenauer
19.02.2006 11:34
Mit den 2.500.000.000.000 Dollar,

die der Kongress dieses Jahr (!!) für die Rüstung und die Kriege der USA bewilligt hat, hätte man aus dem Süden der USA wahrscheinlich ein zweites New York, L.A. oder Chicago machen können, das Gesundheitssystem der USA sanieren und sämtliche Schule der USA auf westlichen Standard bringen können.

Aber: Man muss eben Prioritäten setzen...

Stef72
19.02.2006 15:40

aber da in New Orleans die Zahl der Bush-Wähler extrem gering ist...

Marcel Baum 
19.02.2006 08:53
Ich höre

die einhellige Empörung über dieses Vorgehen.

Ich höre keine Alternativen dazu.

orlando  
19.02.2006 10:15

Das Problem, dass sich hier zeigt ist eine gesellschaft, die bereit ist " unbrauchbare" einfach sterben zu lassen, bzw. zu marginalisieren. Defakto wurden hier (im gegnsatz zu Kuba, s.u.) tausende dieser Menschen ihrem schicksal überlassen,
Die lösung ist eine gesellschaft mit anderen, menschlicheren Werten, als funktionalität, effizienz oder profitmaximierung... - schöne schlagworte, die jedoch eine maschinelle brutalität und menschliche retardiertheit in sich bergen..
Lösungsansätze: http://www.grossinternationalhappiness.org/

Morpheus Sandman 
19.02.2006 09:05

eine Alternative wäre ein funktionierender Katastrophenplan (gibt es in jedem österreichischen Krankenhaus) und rechtzeitige Evakuierung.

Chien de Pique 
19.02.2006 14:30
Im Nachhinein kann man leicht

leicht gescheit sein. Aber wir reden vom eingetroffenen Szenario ohne solchen Katastrophenplan. Die Leute verdursten und ertrinken lassen?

clearlake
19.02.2006 16:58
natürlich

muss man im NACHHINEIN gscheit sein, sonst passiert es das nächste mal genauso! ....manch ignoranz ist wirklich nicht zum aushalten.....

Marcel Baum 
19.02.2006 10:42
Und sie glauben , das AKH ist evakuierbar?

Wohin ?

Ins LKH Mistelbach?

Eine Kreatur
19.02.2006 11:34
ähem ..

welche bedrohungszenarien haben sie im auge? überschwemmung wiens durch die donau? überschwemmung allgemein? also was ist das realistischte bedrohungsszenario? und genau darauf muss das akh auch vorbereitet sein!!!

bei einem brand müssten auch die betroffenen blöcke evakuiert werden können! und genauso müssen auch die feuerlöschanlagen funktionieren! und genauso muss es auch zur verfügung stehende löschkräfte geben!

aber der einfacherer weg ist für sie wohl immer der optimale - gell? lieber töten als evakuieren ..

Stef72
19.02.2006 15:36

Mit dem Urteilen sind Sie ja sehr schnell.

Haben Sie vorher auch die entsprechenden Artikel auf CNN gelesen?
http://edition.cnn.com/2005/US/1... index.html
http://edition.cnn.com/2005/US/1... index.html

Ich glaube, wir können nur froh sein, nicht vor so eine Situation gestellt zu werden, vor die Frage, ob die Todkranken ohne weitere medizinische Versorgung, sogar ohne Frischwasser bei knapp 40 Grad langsam krepieren sollen, oder schmerzlos getötet werden.

Die Patienten wurden übrigens wegen des Gesundheitszustandes und mit deren Einwilligung alle unter "nicht zu reanimieren" geführt.

Marcel Baum 
19.02.2006 13:53
Ich war viele Jahre im AKH tätig

Es ist nicht evakuierbar speziell dann nicht , wenn ganz Wien von einer Katastrophe betroffen ist (wie New Orleans) und keine Ausweichspitäter vorhanden sind. Nehmen sie eine Erdbeben der Stärke 7,5-8 mit Epizentrum Wien an und alles bricht zusammen.

Das ganze US Krankenversorgungssystem funktioniert nur deshalb, weil es private Spitalsbetreiberfirmen gibt, die (wie z.B. Columbia) nationwide 400-500 Hauser bereiben und es damit sehr ökonomisch tun können.

jose luis schuster
19.02.2006 16:31
"Das ganze US Krankenversorgungssystem funktioniert nur deshalb, weil es private Spitalsbetreiberfirmen gibt"

deshalb ist in den usa auch die versorgung aller menschen sichergestellt, ungeachtet ihres sozialen umfeldes oder ihrer finanziellen möglichkeiten.
es ist natürlich das ureigenste interesse der privaten betreiberfirmen, sich um die gesundheit aller amerikaner zu kümmern.

Stef72
19.02.2006 19:36
aber es funktioniert.

Gesundheit ist keine gesellschaftliche Verantwortung sondern eine Individuelle.

Unser System kämpft mit Trittbrettfahrern und Moral Hazard weil es eben nicht usus ist, Raucher, Vieltrinker, Intensivsportler usw. für ihren Diebstahl am Krankenkassenbudget zur Kasse zu bitten. Wieso soll jemand, der sich gesund ernährt, umsichtig Sport betreibt und nicht raucht für jene zahlen, die saufen, tschicken und vom Fernseher nicht wegzubringen sind?

Nur, stellen Sie sich vor das wird privatisiert, was machen wir denn dann mit den 10-20 Sozialversicherungsträgern und deren hochdotierten Managern? Wir brauchen da nicht die Moralkarte zu spielen wenn es in Wirklichkeit um beinhartes politisches Kalkül bereits aus den 70ern und egoistische Geldmache.

(Hey) Mr. Jack
21.02.2006 18:11

was soll das heißen, "es funktioniert"??

zig millionen us-amerikaner haben KEINE krankenversicherung, darunter zig millionen kinder!

"Gesundheit ist keine gesellschaftliche Verantwortung sondern eine Individuelle." ich würde sie gerne dazu zwingen, das zu einem krebskranken kind zu sagen.

im übrigen fließt in den USA ein wesentlich größerer anteil des BIP ins gesundheitssystem als in österreich - bei uns sind aber 98% krankenversichert!

spitzenmedizin für die reichsten findet man in den usa, ja, aber ein normalbürger hat in österreich eine wesentlich bessere gesundheitsfürsorge.

noch etwas: österreich ist das land mit der zweitlängsten lebenserwartung weltweit ab der diagnose 'krebs'. (und nein, die usa sind nicht auf platz eins.)

(Hey) Mr. Jack
21.02.2006 18:22
korrektur

"Gesundheit ist keine gesellschaftliche Verantwortung sondern eine Individuelle." ich würde sie gerne dazu zwingen, das zu einem krebskranken kind OHNE KRANKENVERSICHERUNG zu sagen.

Stef72
19.02.2006 15:52

also ich stimme Ihnen vollinhaltlich zu, mit einer Einschränkung:

man muß sich auf wahrscheinliche Katastrophen vorbereiten.

Katrina in New Orleans war nicht der erste und wird nicht der letzte Wirbelsturm über den US sein, und die Gegend ist bekannt gefährdet.

7,5-8,0 in Wien dagegen ist vergleichsweise unwahrscheinlich, zwar sitzt Wien nördlich einer geodynamischen Linie aber die ist hier im Norden nicht so aktiv - im Gegensatz zu weiter südlich.

horsti
19.02.2006 11:02

das kann man in ein paar Stunden schon schaffen-
wenn's einen kratzt natuerlich

Stef72
19.02.2006 15:39

Ich glaube Marcel B. gings eher ums Logistische. Wegschaffen schafft man schon, nur wohin mit den Schwerstkranken, der Neonatologie, den frisch Operierten?

Selbst wenn die anderen Spitäler funktionieren - was in N.O. ja nicht der Fall war - würde ich bezweifeln, daß das ohne schwerste Opfer zu machen ist.

NONE
19.02.2006 07:49

Kommt wohl billiger langfristig.
Meiner Meinung ist die Bush Regierung vor Gericht zu schleppen, so ein Dammbruch würde nicht ohne weiteres geschehen können.
Gut, man hat bewusst das Geld eingeschränkt.

Was ist wenn ein Sabotageakt mit Schuld trägt? Das würde man niemals beweisen können, das wäre ja zu unangenehm für die Bushies.

ManagerKL
18.02.2006 21:31
alter Hut

den Bericht darüber haben wir bereits vor Monaten gelesen .. Vergangenheitsbewältigung oder ein Versuch das USVolk aufzuwecken
wird wieder nichts nützen, da von Bush & Co totgeschwiegen wird

PS damals u.a Reaktionen der Poster hier.. alles nur Verschwörungstheorien

mfg

T.h. omas 
19.02.2006 17:06
Leider leider

erinnern sich die "Verschwörungstheorie-Rufer" im Nachhinein äusserst selten an ihre Rufe und wahren so ihre Immunität gegen jede kritische Hinterfragung....

silurus glanis  
18.02.2006 20:47

Wenn die Al qaida a bissal mehr Geduld ghabt hätt, hätten sich die Amis eh selbst erledigt ghabt......

onkel wuh
18.02.2006 14:02
management by bush

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