Bush für NATO-gestützte UNO-Friedenstruppen in Darfur

2. März 2006, 16:13
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Bemühungen der AU seien "nobel" gewesen, hätten aber nicht ihr Ziel erreicht

Tampa - US-Präsident George W. Bush hat sich für die Entsendung von NATO-gestützten UNO-Friedenstruppen in die sudanesische Krisenregion Darfur ausgesprochen. Diese müssten ungefähr doppelt so stark wie die derzeit dort stationierte Mission der Afrikanischen Union (AU) mit ihren 7.000 Mann sein, sagte Bush nach einer Rede am Freitag in Tampa im US-Bundesstaat Florida. Die Bemühungen der AU seien "nobel" gewesen, hätten aber nicht ihr Ziel erreicht.

Es gehe nun darum, in Darfur ein "gewisses Gefühl von Sicherheit" wiederherzustellen. Es war das erste Mal, dass sich Bush zu den möglichen Zielen einer UN-Friedensmission in Darfur äußerte.

Im Darfur-Konflikt sind Schätzungen zufolge 300.000 Menschen gestorben, 2,4 Millionen Menschen wurden zu Flüchtlingen. Die US-Regierung wirft der sudanesischen Führung vor, im Kampf gegen die Rebellen in Darfur völkermordartige Methoden einzusetzen. Die AU hat derzeit 7.000 Soldaten in Darfur stationiert; der Einsatz leidet aber unter mangelhafter Ausstattung mit Geld und Material. (APA)

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