Einst in Karl-Marx-Stadt

13. März 2006, 15:47
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halblustigen ARD-Nachtstudio von "Waldy und Harry" reicht schon das Erscheinen einer attraktiven Meteorologin aus ...

In den olympischen Schlammlöchern von Sestrière sind es die bundesdeutschen Bodenbesatzungen der großen Medienanstalten, die uns die wahren Helden dieser mit Gold und Blech gepflasterten Winterspiele zu sein dünken. Olympische Fron zwischen aufgewärmter Pasta und gerammelt vollem Sachsen-Haus ("Casa Sassonia"): Aus dem Randfichtelgebirge tobt der "zonal" verfasste Frohsinn endlich hinaus in die weite Welt der Julischen Alpen - MDR, was begehrst du mehr!

Nehmen wir nur einmal die ARD her: Die befriedigt verlässlich alle diejenigen, die den Kunsteislauf nach Einführung eines zahlenmystisch verquasten Wertungssystems ohne "Sechs Komma Null" als kontemplatives Hobby ad acta gelegt hatten. Sie parkt ganz einfach Katharina Witts Dekolletee ausladend vor der Kamera und macht damit auch weniger froh gestimmte Olympioniken ganz einfach mundtot.

Frau Witts Gesäß wurde einst, einer liebvoll gemeinten DDR-Sprachregelung zufolge, als Erfolgsausweis von Honeggers sozialistischer Planungspolitik betrachtet. Kein Grund, "Sexismus" zu rufen: Im halblustigen ARD-Nachtstudio von "Waldy und Harry" reicht schon das Erscheinen einer attraktiven Meteorologin aus, um ein paar Herrenwitze aus den Moonboots herauszuschwitzen.

Ein Wort noch zu den "Eislaufmuttis": Die saßen früher wesentlich verkniffener auf dem Eiskunstlauf-Wertungsdonnerbalken. Was ist eigentlich aus Kathi-Witt-Trainerin Jutta Müller geworden? (poh/DER STANDARD; Printausgabe, 18./19.2.2006)

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