Girls' Day 2006

18. Februar 2006, 17:00
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Weg vom einseitigen Berufswahlspektrum: eine internationale Initiative, damit Mädchen mehr Mut und Lust auf die Eroberung neuer Berufsfelder bekommen

Am 27. April findet in in ganz Österreich der internationale Aktionstag Girls' Day (oder auch Girlsday) statt. Damit soll ein Impuls gesetzt werden, um eine Trendwende bei der Berufsorientierung von Mädchen zu unterstützen und ihnen einen neuen Blick auf die Berufswelt zu eröffnen.

Die Idee für den Girls' Day , auch Mädchen- oder Töchtertag genannt, stammt aus den USA und wird dort bereits seit 1993 alljährlich durchgeführt - am letzten Donnerstag im April. Seit einigen Jahren findet diese Idee auch in Europa immer größeren Anklang. In Österreich wird der Girls' Day bzw. Töchtertag in einigen Bundesländern bereits seit 2001 veranstaltet. Am Girls' Day werden jungen Mädchen verschiedenste Berufsfelder vorgestellt. Vor allem jene, die bisher männlich dominiert wurden bzw. sind. So soll Mädchen am 27. April die Gelegenheit geboten werden, technische Berufe kennen zu lernen. Zurzeit sind die OrganisatorInnen in den verschiedenen Bundesländern dabei, Betriebe zu suchen, die den Mädchen ihre Tätigkeitsfelder vorstellen möchten. Neben Unternehmen und Betrieben werden auch Behörden, wissenschaftliche Einrichtungen, Vereine und Initiativen aufgefordert ihre Labors, Büros und Werkstätten für Mädchen zu öffnen.

"Töchter nützen Chancen"

In Oberösterreich findet der Girls' Day bereits zum 6. Mal statt. Das diesjährige Motto lautet "Töchter nützen Chancen". Die OrganisatorInnen machen darauf aufmerksam, dass sich nur etwas mehr als fünf Prozent aller weiblichen Studierenden für ein technisches Studium entscheiden würden. Ebenso würde die Hälfte aller weiblichen Lehrlinge bei einem Angebot von mehr als 250 Lehrberufen in Österreich nur aus drei Berufen auswählen: Bürokauffrau, Einzelhandelskauffrau oder Friseurin; Mit dem Girls' Day solle an dieser einseitigen Karriereplanung etwas geändert und bei den Mädchen Interesse für technische und zukunftsorientierte Berufe geweckt werden. Auch sollen Unternehmen auf das Potenzial der Mädchen aufmerksam gemacht werden.

Unterschiedliche Aktionen in den Bundesländern

In Niederösterreich soll der Girls' Day "doppelte Stragegie - doppelter Gewinn" bedeuten: Von diesem Aktionstag würden nämlich nicht nur Schülerinnen, sondern auch Unternehmen und Schulen profitieren. So können sich Unternehmen innovativ präsentieren und zukünftige Arbeitskräfte kennen lernen. Wie schaut nun so ein Tag konkret aus? In Niederösterreich begleiten Lehrkräfte die einzelnen Mädchengruppen zum jeweiligen Betrieb. Nach einer Besichtigung können Mentorinnen an ihrem Arbeitsplatz besucht werden. In Kleingruppen finden dann Diskussionen über die verschiedenen Berufe statt.

Der Girls' Day wird in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich gestaltet. Überall findet sich ein anderes Motto, was von der Vielfältigkeit dieses Aktionstags zeugt. Die heurigen Anmeldefristen für interessierte Mädchen sind im Internet schon abrufbar. Genauere Informationen finden sich über die verschiedenen Links. (red)

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